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Bürgerhaushalt: Kremmen prüft Vorschläge

Der Verein im Scheunenviertel wünsccht sich einen Spielplatz
Der Verein im Scheunenviertel wünsccht sich einen Spielplatz © Foto: OGA
Wiebke Wollek / 05.05.2017, 08:00 Uhr
Kremmen (wol) Glienicke und Hohen Neuendorf haben es vorgemacht, Hennigsdorf zieht kommendes Jahr nach. Immer mehr Städte und Gemeinden führen einen Bürgerhaushalt ein. Dieses Jahr zählt auch Kremmen erstmals dazu. Für 2017 stehen den Einwohnern 50 000 Euro zur Verfügung. Sitzbänke, Hinweisschilder oder Spielgeräte - die Wünsche sind vielfältig. Für jeden der sieben Ortsteile ist ein Sockelbetrag von 5 000 Euro veranschlagt, die übrigen 15 000 Euro wurden proportional zu den Einwohnerzahlen auf die Ortsteile verteilt.

Das meiste Geld bekommt Kremmen, die Summe liegt bei knapp über 11 000 Euro. "Wir haben Glück, dass alle unsere Vorschläge ins Budget passen", sagt Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos). Der Scheunenviertelverein wünscht sich einen Spielplatz im Scheunenviertel, geschätzte Kosten 2 000 Euro. Den Vorschlag für zwei neue Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof hat der Förderverein der Grund- und Oberschule eingereicht. Die evangelische Kirchengemeinde wünscht sich zwei zusätzliche Türen zu den Seitenschiffen. Heidi Sommer schlug vor, Hinweisschilder auf dem Wanderweg im Kremmener Wald anzubringen. Auf dem ehemaligen Wirtschaftsweg zwischen Koppehof und Linumhorst soll es auf Wunsch von Annette Borchert bald zwei Bänke mit Mülleimern und in jeder Richtung ein Hinweisschild geben - vorausgesetzt, die Verwaltung stimmt den eingereichten Vorschlägen zu. Daran hat Koop jedoch keine Zweifel. Der Ortsvorsteher geht davon aus, dass alle fünf eingereichten Vorschläge in den kommenden Monaten umgesetzt werden können. Das Budget sei damit noch nicht einmal ausgereizt.

Dennoch entscheidet letztlich die Verwaltung darüber, welche Wünsche erfüllt werden können. Die Ortsvorsteher aller Ortsteile haben die Vorschläge gesammelt und im Rathaus eingereicht. "Die Fachämter prüfen nun die Rechtslage, schätzen die Kosten und leiten Vergabeverfahren ein", erklärt Kremmens Kämmerin Kathrin Schönrock. In der zweiten Jahreshälfte soll dann klar sein, wann und in welcher Form die aus der Bevölkerung kommenden Ideen der Bürgerhaushalt finanziert werden.

Eine Höchstsumme für einzelne Vorschläge gibt es nicht. "Ein Ortsteil kann auch sein gesamtes Budget für ein einzelnes Projekt verwenden. Das ist kein Problem", sagt Kathrin Schönrock. Auch das in Glienicke praktizierte und in Hennigsdorf geplante Prozedere, bei dem jeder Einwohner fünf Stimmen auf verschiedene oder auch nur ein einziges Projekt verteilen kann, wird es in Kremmen vorerst nicht geben. Laut Satzung ist es so, dass in den Ortsbeiräten Vorschläge gesammelt und anschließend der Verwaltung vorgelegt werden.

"Es sind schon wahnsinnig viele Ideen zusammengekommen", sagt Kathrin Schönrock. Groß-Ziethen möchte das Kriegerdenkmal instandsetzen, die Beetzer wünschen sich einen Trimmdichpfad, in Flatow braucht das Feuerwehrhaus dringend einen neuen Anstrich. Sommerfeld plädiert für neue Spielgeräte.

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