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Maxi-Auflauf am Mini-Feuerwehrmuseum

Feuerwehrkutsche der Kummersdorfer aus den 1930er Jahren: Mike Mielke, Vorsitzender des Feuerwehr-Fördervereins, und Valerius Schulz (vorn v.l.).beim Korso durch Görsdorf
Feuerwehrkutsche der Kummersdorfer aus den 1930er Jahren: Mike Mielke, Vorsitzender des Feuerwehr-Fördervereins, und Valerius Schulz (vorn v.l.).beim Korso durch Görsdorf © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 22.05.2017, 06:20 Uhr
Görsdorf (MOZ) Ganz Görsdorf ist auf den Beinen. Und ganz Görsdorf besteht aus Feuerwehr. Den Eindruck konnte man am Sonnabend in dem Storkower Ortsteil beim großen Fest zur Eröffnung des kleinsten Feuerwehrmuseums der Welt haben. Mit zehn Fahrzeugen im museumsreifen Alter waren die Kameraden aus Görsdorf, Alt Stahnsdorf, Kummersdorf, Philadelphia, Möllendorf, Klein Schauen und Schwerin zu einem Korso durch das langgestreckte Dorf gekommen. Attraktion war als der älteste der Handspritzenwagen von 1892, den der Görsdorfer Manfred Karsch für das neu erstandene Feuerwehrmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat.

Beim Korso wurde er von zwei Rappen gezogen, die Birgit Licht aus Klein Schauen an der Leine hatte. Anschließend stand er zur Besichtigung mit einem Info-Aufsteller dazu am Museum. Didi Senft aber hatte extra ein Feuerwehrfahrrad gebaut, unter anderem an dem typischen Feuerwehrrot der älteren Typen erkennbar. Alle hatten ihre Jugendfeuerwehren dabei, und acht Görsdorfer Minis führten mitten auf der Dorfstraße exakt wie ihre großen Vorbilder das Löschen eines offenen Feuers vor. Humorvoll kommentiert wurde das von ihrer Jugendwartin Carolin Dreier.

Das kleinste Feuerwehrmuseum der Welt, ein Spritzenhaus von etwa 1856, war zu seiner Einweihung bis auf die Dinge, die an den Wände befestigt sind, ausgeräumt, damit man es überhaupt betreten konnte. Sie lagerten im Freien neben dem Gebäude.

Die Geschichte spielte an dem Tag nicht nur im Museum eine Rolle. Um die Ortshistorie ging es auch bei einem Vortrag im Gemeindehaus anlässlich des 10-jährigen Eichenjubiläums und in der altehrwürdigen Kirche. Musik, Essen und Trinken und ein Feuerwerk zum Abschluss ließen den Tag zu einem schönen Dorffest mit vielen auswärtigen Gästen werden.

Andreas Gordalla, der Tourismusmanager der Stadt, hat das "Kleinste" Museum für das Guinessbuch der Rekorde angemeldet und ist gespannt, wie das ausgeht. Viel wichtiger aber ist ihm, dass es "nicht nur für Touristen und Einheimische eine Attraktion ist, sondern auch ein Denkmal für die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr über die Jahrhunderte". Er weiß: "Die Freiwillige Feuerwehr ist in unserem Landkreis ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens."

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