Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

120. Friesacker Fliederfest

Um die ganze Welt entführten die Fliedertänzer mit ihren Tänzen die Zuschauer auf dem 120. Fliederfest in Friesack.
Um die ganze Welt entführten die Fliedertänzer mit ihren Tänzen die Zuschauer auf dem 120. Fliederfest in Friesack. © Foto: Jürgen Ohlwein
Jürgen Ohlwein / 22.05.2017, 11:56 Uhr - Aktualisiert 22.05.2017, 12:44
Friesack (MOZ) Am Samstag fand zum 120. Mal in Friesack das traditionelle Fliederfest statt. Viele Besucher lockte es nicht nur am Nachmittag zur Freilichtbühne. Der ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt Klaus Gottschalk begrüßte zu Beginn die Gäste und stellte die neue Fliederkönigin vor - Josephin Maltzahn. Sie ist nach Katharina Fabel, die im letzten Jahr das Amt ausführte, die zweite Friesacker Fliederkönigin und gleichzeitig die Leiterin der Friesacker Fliedertänzer.

"Die Bundesliga hat keinen Ronaldo und keinen Messi. Wir haben einen Messi", so kündigte Klaus Gottschalk die Abordnung des 1. Friesacker Billard Club e.V. an. Angespielt hat er dabei auf den langjährigen Trainer, Wolfgangs Messingsfeld, genannt Messi. Als Trainer hat er mit seinen Spielern einiges vorzuweisen. Die Friesacker Billardsportler spielen in der Bundesliga 5 Kegelbillard und sind in diesem Jahr Deutscher Meister geworden. Einen deutschen Meister hatte Messingsfeld auch mit dabei. Christopher Schock wurde nicht nur mit seinem Team Deutscher Meister, sondern erreichte auch mit dem Team Deutschland A die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Brandenburg an der Havel. Auch bei den Billard-Frauen haben die Friesacker einige Erfolge zu verzeichnen. Mit der mehrfachen Vizemeisterin Stefanie Schoenebeck stand ein junges Talent mit auf der Bühne.

Am Samstag feierten die Friesacker ihr 120. Fliederfest. Nachmittags gab es ein buntes Programm mit den Fliedertänzern, einer Zeitreise zu den Raubrittern und klappernden Absätzen der Linedancer. Abends rockte die Partyband Right Now die Bühne.
Bilderstrecke

120. Fliederfest

Bilderstrecke öffnen

Einen Gruß von der Bühne gab es an die Freunde aus der polnischen Partnerstadt Parchowo, die es sich nicht nehmen ließen das 120. Fliederfest zu besuchen.

Danach war Fliederkönigin Josephin voll in ihrem Element. Moderieren, das liegt ihr im Blut. Viel Spaß hatte sie, als es durch das Programm ihrer Fliedertänzer ging. Sie begaben sich mit ihren Tänzen auf eine Reise durch die Welt. Von Moskau über die afrikanische Savanne bis nach New York. Die über 50 Mitglieder der Fliedertänzer trainieren in fünf Gruppen. Sie sind zwischen 3 und 50 Jahren alt. Ihr tänzerisches Können stellen die Tänzer/innen auf über einhundert Auftritten jährlich unter Beweis. Auch auf dem Fliederfest gab es viel Applaus.

Im Anschluss durfte die Fliederkönigin Schüler der Friesacker Schule präsentieren. Sie musizierten und spielten Theater. So stellten die Schüler ein Stück Friesacker Geschichte aus der Zeit des Raubrittertums nach.

Wer Lust hatte, konnte sich auch körperlich betätigen, wie zum Beispiel beim Schlauchkegeln der Friesacker Feuerwehr. Sie sammelten auch gleich Spenden für die Jugendarbeit der Wehr. Als Spendenbüchse diente ein ausgedienter Feuerlöscher.

Für musikalische Unterhaltung sorgten die Rhinluch-Musikanten. Von speziellen Traktoren bis hin zum Rummel gab es noch vieles Mehr zu entdecken.

"Viele fleißige Hände halfen auch in diesem Jahr wieder, um das Fliederfest durchführen zu können", erklärte Bürgermeister Gottschalk. Und auch für das 121. Fliederfest ist man schon gewappnet. "Eine Fliederkönigin haben wir schon. Wer das ist, wird aber noch nicht verraten", so Gottschalk. Auch die jetzige Fliederkönigin zeigte sich zuversichtlich, was die Zukunft ihres Amtes betrifft. Schließlich hatte sie ja schon tatkräftige Unterstützung von drei kleinen Prinzessinnen aus der Kita in ihrer Moderation.

Die Line-Dance-Gruppe Wagenitz ließ dann die Absätze auf der Tanzfläche klappern, bevor ein DJ das musikalische Programm übernahm. Kurz nach 21.00 Uhr betraten die Jungs und das Mädel von Right Now die Freilichtbühne. Schnell sprang der Funke über und nach wenigen Liedern war die Tanzfläche gefüllt. Trotzdem für die Abendveranstaltung, anders als am Nachmittag, Eintritt gezahlt werden musste, war der Platz vor der Bühne voll mit Menschen. Die Besetzung der Cocktailbar kam kaum mit dem Ausschenken hinterher. Die Friesacker und ihre Gäste aus nah und fern tanzten bis kurz nach 1.00 Uhr morgens zur Musik der Band. Im abwechslungsreichen Programm mit Pop- und Rocksongs war für jeden das richtige Lied dabei.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG