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Kosten für Gemeindezentrum Frankenfelde steigen / Entscheidung fällt bei Stadtverordnetenversammlung

Es fehlen noch 36 000 Euro

Katrin Hartmann / 31.05.2017, 06:00 Uhr
Frankenfelde (MOZ) Ende Juni, so hoffen die Frankenfelder, wird ihr Gemeindezentrum in neuem Glanz erstrahlen. Neben der energetischen Sanierung, soll eine Grube zur Abwasserentsorgung entstehen. Über die dafür anfallenden Mehrkosten entscheidet die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag.

Eine Seite hat ihren neuen Anstrich bereits bekommen. Ein helles Beige ziert nun das Gemeindezentrum Frankenfelde. "Ich hatte eigentlich eine etwas dunklere Farbe ausgewählt, aber je dunkler desto teurer", sagt Ortsvorsteher Ralf Heine.

Dass die Kosten bei Bauprojekten der öffentlichen Hand nicht selten steigen, haben bereits andere Beispiele gezeigt. Auch für den Ausbau und die Sanierung des Gemeindezentrums Frankenfelde werden nun letztendlich mehr Gelder benötigt, als eigentlich angedacht. Zunächst waren im Rahmen der Haushaltsplanung auf Grundlage eines Fördermittelbescheids 239 000 Euro - Förder- und Eigenmittel - eingeplant, heißt es in der Beschlussvorlage. Während der Bauarbeiten wurde nun aber ein vorläufiger Finanzbedarf von 275 000 Euro ermittelt - also 36 000 Euro mehr. "Die Auslagen sollen aus den Rücklagen der Stadt vorfinanziert werden und durch zu erwartende Zuwendungen im Bereich investiver Vorhaben gegebenenfalls zurückgeführt werden", heißt es weiter. Ob die Mehrkosten aus den Rücklagen der Stadt gestemmt werden sollen, darüber entscheidet am Donnerstag die Stadtverordnetenversammlung im nichtöffentlichen Teil. Im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss hatten sich die Abgeordneten bei vier Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen mehrheitlich dafür ausgesprochen.

Das Gemeindezentrum ist in den vergangenen zehn Monaten in seiner Grundfläche fast verdoppelt worden. Hinzugekommen ist ein Anbau mit Schiebetor, den der Dorfverein nun zusätzlich nutzen kann. Zudem wurde das Gebäude energetisch saniert. "Der ursprüngliche Bau stammte aus den 1970er-Jahren, vielleicht 1974", sagt Friedhelm Zapf, der seit vielen Jahren in Frankenfelde lebt und dort aktiv im Geschichts- und Heimatverein mitwirkt. "Anfänglich wurde das Gebäude als Konsum genutzt", erinnert er sich. "Es gab einen Betreiber, der viele Jahre durchgehalten hat", sagt Ralf Heine. Drei Einbrüche sorgten allerdings dafür, dass der Konsum aufgegeben wurde.

Also orientierte sich der Dorfverein mit seinen Unterabteilungen Heimat- und Geschichte Frankenfelde, Feuerwehr sowie den Landfrauen zu dem Gebäude. Das Gemeindezentrum wurde so Treffpunkt für Gesprächsrunden, Spielenachmittage sowie andere Vereinsaktivitäten. Während der Bauarbeiten sind die Vereinsmitglieder auf andere Häuser, etwa in Schulzendorf oder Haselberg, ausgewichen.

Die Sanierung war bei dem mehr als 40 Jahre alten Bau fällig, denn er entsprach schon lange nicht mehr den heutigen baulichen Standards. "Die Heizkörper mussten vorher alle separat gestartet werden", erklärt Ralf Heine. Eine zusammenführende Leitung fehlte gänzlich. Auch Isolierung in den Wänden war nicht vorhanden. "Das ist jetzt erst einmal vom Tisch", sagt Ralf Heine und verweist auf die neu verlegten Leitungen.

In dem neuen Anbau sind zusätzlich drei Räume entstanden. Über den Durchbruch zwischen dem Alt- und Neubau freuen sich die Frankenfelder besonders. Denn dieser wird Zugang zu einer weiteren Toilette bieten. Bislang gab es in dem Haus nur eine Toilette, die von beiden Geschlechtern genutzt wurde. Für die Abwasserentsorgung muss laut Satzung des Trink- und Abwasserverbands Oderbruch Barnim (TAVOB) nun eine an das Grundstück angegliederte Grube entstehen. Eine Baumaßnahme, die einen Teil der Mehrkosten in Anspruch nehmen wird.

Ralf Heine wünscht sich zudem einen barrierenfreien Zugang. Denn die Treppe, die bislang ins Gebäude führte, ist abgenutzt und an feuchten Tagen sehr rutschig. Ob die Mittel dafür reichen, ist noch offen. Bis zum 30. Juni, so hoffen Ralf Heine und Friedhelm Zapf, werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

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