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Lokalmatatoren räumen bei Pfingstregatta ab

Ingmar Höfgen / 06.06.2017, 20:56 Uhr
Fürstenberg (GZ) Der Fürstenberger Yachtclub, der am Wochenende zur 66. Pfingstregatta fast 60 Boote begrüßen durfte, ist für seine gute Nachwuchsarbeit bekannt. In diesem Jahr soll die Zusammenarbeit mit der Fürstenberger Drei-Seen-Grundschule wieder intensiver werden. Und auch für Erwachsene, die das Segeln erlernen wollen, will man sich etwas überlegen.

Die Siegerehrung für die jüngsten Sportler am Pfingstsonntag beinhaltete auch noch eine Art sportliche Übung für Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp (parteilos). Immer wieder beugte er sich herunter und gab

den Kindern neben einer Urkunde noch aufmunternde Worte mit auf den Weg, manches Mal musste er dafür sogar in die Hocke gehen. Doch Spaß beiseite - die weitaus größeren Leistungen hatten zweifellos die 32 Kinder erbracht. Im Ein-Mann-Boot Optimist auf dem Schwedtsee hatten sie am Sonnabend vier Wettfahrten absolviert und dabei Punkte für die Rangliste gesammelt, nach der die Startplätze bei den Deutschen Meisterschaften vergeben werden. Die für Sonntag geplante Fortsetzung fand dann wegen Windmangels und aus Gründen des Gesundheitsschutzes - es regnete den ganzen Vormittag - nicht mehr statt.

32 Starter bei den Jugendlichen - das gab es zwar auch schon in der langen Geschichte der traditionellen Regatta, aber nicht in den vergangenen Jahren, erinnern sich Karl-Heinz Schwinge vom Vorstand und Sebastian Brummundt, der neben David Dittmann einer der beiden

lizensierten Trainer ist. Dazu kamen noch 25 Boote meist Erwachsener, die auf dem Stolpsee ihre Sieger ermittelten. Der enorme organisatorische Aufwand der Mitglieder, die alle ehrenamtlich tätig sind, hat sich letztlich auch aus sportlicher Sicht gelohnt. Drei der vier ersten Plätze beim Nachwuchs gingen in die Wasserstadt, ebenso die Mannschaftswertung (siehe Infokasten).

Damit hat sich wieder einmal die nachhaltige Nachwuchsarbeit der Fürstenberger ausgezahlt. Mit der Fürstenberger Drei-Seen-Grundschule kooperiert der Verein seit vielen Jahren und hatte zuletzt die Zusammenarbeit etwas reduziert. Inzwischen haben viele Kinder schon so viel gelernt, dass in der Anfängergruppe wieder mehr Platz ist.

Vorbilder können sie dabei in den eigenen Reihen finden: Carolin Müller gehört dem Bundeskader an und ist schon bei Weltmeisterschaften gestartet; Laura Pukropski trainiert mit dem Landeskader. Beide sollen bei den Deutschen Meisterschaften in Travemünde im Juli starten. Großes Ziel für beide ist die Teilnahme an Weltmeisterschaften in der Laser-Klasse, die kurz darauf im belgischen Nieuwpoort und im niederländischen Medemblik stattfinden. Auch Lauras jüngere Schwester Angelina Pukropski könnte bei den Deutschen Meisterschaften dabeisein - im Open BIC, einer eher einem großen Surfbrett ähnelnden Einhandjolle, die seit Jahren immer mehr an Zulauf gewinnt.

Der erfolgreiche Nachwuchs, zeitlich und auch finanziell maßgeblich unterstützt von den Eltern, macht Fürstenberg über die Landesgrenzen hinaus zu einem Begriff. Getragen wird der 1921 gegründete Verein ebenso von den älteren Mitgliedern. Denn neben den Wettbewerben, die der Verein veranstaltet - neben der Pfingstregatta ist das die Schmalzstullenregatta, der Wettbewerb zum Brandenburger Wasserfest und der in aller Kälte durchgeführte Yeti-Cup -, müssen auch Gebäude und Anlagen instandgehalten werden. Zuletzt wurde unter anderem ein fester Platz für den Kran geschaffen, der die großen Boote ins Wasser und wieder heraus hebt.

Und für ein ganz anderes Thema wird in Fürstenberg jetzt auch eine Lösung angestrebt: Weil öfter Eltern der Nachwuchssegler nachfragen, ob sie das Segeln ebenfalls im Fürstenberger Yachtclub erlernen können, grübelt Trainer Brummundt schon über möglichen Lösungen. Bisher sei das normale Procedere für Erwachsene, dass man es beim Erwerb des Segelscheins lernt.


■ Opti B (32 Boote): 1. Angelina Pukropski, 2. Matti Rodian (beide Fürstenberg), 3. Jacob Schubach (SC Lindow), 4. Maximilian Pinck, 6. Nora Bader, 10. Sophie Pinck, 28. Liev Dalchow (alle Fürstenberg)
■ 20 qm: 1. Tobias Schirmer, Robert Schulz, Frank Mewes (Mecklenburg-Strelitzer Segler), 2. Emma, Oswald Grumbach, Sylvia (Neptunclub Neustrelitz), 3. Jörg Müther, Harald Kiehn, Uwe Thedran (SC Rheinsberg), 4. Claus, Bernd und Benedict Dalchow (Fürstenberg)
■ 420er: Jahn Lukas Krieger/Sophie Isabell Hellbrant (LindowerRegattasegler), 2. Louis und David Dittmann (Fürstenberg), 3.Clara Lüdtke/Moritz Weber (Segelverein Lychen).
■ Ixylon Regatta: 1. Frank Steinmeyer (Lindower RS), 2. Carsten und Alexander Schläfer (Fürstenberg), 3. Rene Hansel/Friedrich Reuter (Lindower RS)
■ Yardstick: 1. Carsten Schulz (SC Rheinsberg/Laser Standard) 2. Günther Rafael (SC Rheinsberg/Laser Radial), 3. Antonio Schulz (MSS/15qm Jollenkr.)
■ Carolin Müller und Laura Pukropsky traten bei der Young Europeans Sailing in Kiel an. Carolin segelte in der Klasse Laser Radial auf den 8. Platz von 35, was zugleich den fünften Platz bei den deutschen Juniorenmeisterschaften bedeutete. Laura segelte im Laser 4.7 auf den 2.Platz von 67 Startern. (ih)

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