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Jalda Böhnisch war als Freiwillige in Indien

Auch beim Herumreisen stets sicher gefühlt

Spannender Einsatz: Jalda Böhnisch mit Amulya und Roshan, zwei der Schüler aus dem Kinderprojekt, in dem sie unweit der indischen Metropole Bengaluru als Freiwillige tätig war.
Spannender Einsatz: Jalda Böhnisch mit Amulya und Roshan, zwei der Schüler aus dem Kinderprojekt, in dem sie unweit der indischen Metropole Bengaluru als Freiwillige tätig war. © Foto: privat
Thomas Berger / 12.06.2017, 07:45 Uhr
Dahmsdorf/Bengaluru (bg) Ein wenig vorzeitig nach rund zehn Monaten ist sie nun wieder daheim, aus gesundheitlichen Gründen. Doch das ist eher Nebensache. Denn vor allem ist Jalda Böhnisch ganz erfüllt von den Eindrücken ihres Weltwärts-Freiwilligenjahres, das sie in einem Kinderprojekt am Rande der südindischen Metropole Bengaluru, hierzulande noch besser bekannt unter dem alten Namen Bangalore, verbracht hat. Erlebnisse, Erkenntnisse und Einsichten, die weit über den Tag hinaus wirken, die sich tief eingebrannt haben.

In vielerlei Hinsicht war es ein Abenteuer, das Betreten von Neuland, auch nicht immer ganz einfaches Umgewöhnen. Aber schon die Vorbereitung durch ihre Organisation, ICJA Freiwilligenaustausch mit Sitz in Berlin, schätzt die 19-Jährige aus Dahmsdorf im Rückblick als sehr gut und hilfreich ein. Zwei Seminare vor Abreise in Deutschland, "ganz viele verschiedene Themen, Planspiele, Infomaterial und Austausch mit anderen", wie sie erzählt. Zwei weitere Treffen mit den anderen etwa 20 Teilnehmern in Indien - das Abschlussseminar hat sie nun verpasst - am Anfang und zur Mitte des Aufenthalts hat sie ebenfalls zu würdigen gelernt: "Es ist toll, auch mal gemeinsam alles zu reflektieren." Schließlich stürzte im Laufe der Zeit so vieles an Situationen und Herausforderungen auf die jungen Leute ein.

Eine gute Portion Anpassungsfähigkeit ist wichtig, weiß Jalda inzwischen aus eigener praktischer Erfahrung. Zum Beispiel, dass sie in ihrem Erkundungsdrang unter der Woche etwas eingeschränkt war, das Campusgelände nicht verlassen durfte. "Das hat mich nachher gar nicht mehr gestört", so die Dahmsdorferin, die dafür an den Wochenenden öfter die Gelegenheit zu Ausflügen genutzt hat. Sei es in Bengaluru oder auch zu Orten, die fünf oder sechs Fahrtstunden entfernt liegen. Und auch dann, wenn sie als junge weiße Frau allein unterwegs war, hat sie sich stets sicher gefühlt, ist nie etwas passiert. "Die Leute waren immer sehr freundlich und hilfsbereit. Gerade auch die Männer, die ja in der Regel besser Englisch können, wenn man nach dem Weg fragte."

Tagsüber unterrichten, abends vorlesen oder spielen - die Arbeit mit den Kindern hat ihr großen Spaß gemacht. Ein Lernprozess aber auch, wie so vieles andere. Zum Beispiel Geduld - so war zum Beispiel der Bus von Varanasi nach Delhi statt zwölf ganze 22 Stunden unterwegs.

Etwas Zeit, alles in Ruhe zu verarbeiten, hat Jalda noch. Im September beginnt ihre Lehre zur Ernährungsberaterin, der sie ein Studium anschließen will. Auch eine Teamer-Ausbildung bei ICJA hat sie vor - genauso wie es irgendwann erneut nach Indien geht. Viele Orte warten dort noch.

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