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Landesbischof predigt in Buckow

Veronika Weidauer (li.) und Susanne Köszeghy gastierten in der Wallfahrtstkirche Buckow.
Veronika Weidauer (li.) und Susanne Köszeghy gastierten in der Wallfahrtstkirche Buckow. © Foto: weber
Simone Weber / 13.06.2017, 17:28 Uhr
Buckow (MOZ) Zur zweiten Kulturveranstaltung des Buckower Wallfahrtssommers 2017 lud der Förderverein in Kooperation mit der Evangelischen Reformationsgemeinde Westhavelland am Sonntag zu Kaffee und Kuchen und "humoristischen Betrachtungen des Alltags mit Musik und Geschichten aus und mit der Natur" ein.

"Ich mache gern Alltagskunst, mag die Überhöhung der Kunst nicht", erzählte die Kreuzberger Künstlerin Veronika Weidauer, die in Berlin-Moabit ihr Atelier "Kunsthamster" betreibt. "Ich male, arbeite, in Auseinandersetzung mit der Natur, mit Fotografie oder gestalte kleine Kunstwerke aus Alltagsgegenständen. So schnitze ich beispielsweise Tierfiguren aus Haushaltsschwämmchen."

"Von röhrenden Hirschen und revoltierenden Hausschnecken" lautete der Titel der Veranstaltung, einem zeitgenössischen Gesamtkunstwerk aus Musik mit Gesang, Lesung moderner Kurzgeschichten und Live-Performance. "Ich bin in einem Forsthaus aufgewachsen", erklärte Veronika Weidauer den Titel. "An der Wand hingen viele der typischen Trophäen."

Neben der Lesung von Texten des in Moabit lebenden aki nore trugen Veronika Weidauer und Susanne Köszeghy auch Anagramme der "escargots revoltantes" (der revoltierenden Hausschnecken) und des "cerfs rugissantes" (des röhrendes Hirsches) vor. "Ich liebe den Umgang mit Sprache und ihrer unterschiedlichen Wirkung", sagte Veronika Weidauer. Musikalisch bedienten sie sich auch an Stücken der britischen Band The Smiths und des "Die Ärzte"-Sängers Farin Urlaub.

"Unsere Kunst ist konzeptionell orientiert. Immer etwas humorvoll, aber nicht banal. Etwas surrealistisch", beschrieb Weidauer die Kunstform, die sie seit 2010 gemeinsam mit Susanne Köszeghy betreibt. Weidauer studierte Kunst und nahm klassischen Gesangsunterricht. Köszeghy studierte Blockflöte und Gesang.

"Der Titel der Veranstaltung hat mich einfach neugierig gemacht", meinte Gudrun Lewwe aus dem benachbarten Garlitz. "Die Veranstaltung war erfrischend anders - und gut."

Der Wallfahrtssommer 2017 lädt bis 1. Oktober zu insgesamt fünf Kulturveranstaltungen ein. Am 23. Juli heißt es "Schalala - das Mitsingding". Zum Reformationsjubiläum bietet die Reihe "Frei nach Luther: Sonntags in Buckow um 12" bis zum 15. Oktober weitere sechs besondere thematische Gottesdienste an. Am kommenden Sonntag, 18. Juni, um 12.00 Uhr predigt Landesbischof Markus Dröge.

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen und zum Förderverein erhält man im Internet auf www.wallfahrtskirche-buckow.de. Die Wallfahrtskirche ist täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr zu Besichtigungen nach Anmeldung unter 033878/900110 geöffnet.

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