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Ältere bleiben heute länger jung

Traditionelle Feier der Ketziner Senioren zur Brandenburgischen Seniorenwoche.
Traditionelle Feier der Ketziner Senioren zur Brandenburgischen Seniorenwoche. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 15.06.2017, 16:59 Uhr
Falkenrehde (MOZ) Es ist in Ketzin/Havel zu einer schönen und auch recht beliebten Tradition geworden, dass der Bürgermeister gemeinsam mit dem Seniorenrat während der Brandenburgischen Seniorenwoche Senioren der Stadt und aus den Ortsteilen zu einem entspannten und gemütlichen Nachmittag einlädt.

So lobte Bürgermeister Bernd Lück während seiner Begrüßung der rund 100 Teilnehmer am Mittwoch im Falkenrehder Gutshof Havelland nicht nur das ehrenamtliche Engagement bei den unterschiedlichsten Projekten, sondern auch in den kommunalen Gremien. "Ältere bleiben heutzutage länger jung", meinte er. Das sei ein sehr schöner Grund, etwas zu unternehmen, am besten in Gemeinschaft. Viele wollten eben nicht zuhause rumsitzen. An dieser Stelle gab es ein dickes Lob für den Ketziner Seniorenrat und "die sehr angenehme Zusammenarbeit", gleichfalls für das Engagement für die ältere Generation in der Stadt. Mit dem Eintritt in den Ruhestand gebe es die Chance, aus der nunmehrigen Freizeit etwas Sinnvolles zu machen, meinte der Bürgermeister. Ein Fakt, den Seniorenratsvorsitzende Thea Hoedt gern unterstrich, aber aus eigener Erfahrung scherzhaft meinte, dann kämen die Enkel, die ehrenamtliche Arbeit und anderes und man hat "plötzlich einen 12 Stunden-Job". Wohl daran denkend, dass er die 60 nun auch bald überschreiten werde, meinte Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Tschirch, dass die Senioren so lange wie möglich ihre besten Jahre mit ihren Ideen, Erfahrungen und ihrer Lebenslust auch selbstbestimmt genießen sollten. Das zu gewährleisten hätten sie seine volle Unterstützung, versicherte der Stadtverordnetenvorsteher.

Und weil die Senioren aus dem Berufsleben viel Erfahrung, viel Lebenserfahrung und oft auch die nötige Gelassenheit mitbringen, sei ihre Mitwirkung in der ehrenamtlichen Arbeit in der Stadt besonders wertvoll. Beispiele für das aktive ehrenamtliche Wirken des Seniorenrates nannte die Seniorenratsvorsitzende: Die Organisation der Literarischen Spaziergänge, das seit elf Jahren an der Europaschule erfolgreiche Projekt "Lesefreude für Lesefreunde", die Mitwirkung in den kommunalen Gremien, in Vereinen und schließlich die vielen gemeinsamen Wanderungen, die seit Jahren ausgebucht sind, wie die nächste auch, die Wanderung zum Museumsdorf Glashütte.

Bei allen lobenden Worten an diesem entspannten Nachmittag und einem vielseitigen und unterhaltsamen Konzert des Duo con emozione, Liane und Norbert Fietzke, das die Senioren auf eine musikalische Reise mitnahm, bleiben noch Wünsche offen. Dazu gehört die Geschwindigkeitsbegrenzung vor dem Ärztehaus auf Tempo 30 und die Aufstellung weiterer Bänke, auch in den Ortsteilen. Manchmal ist dabei eben auch Ausdauer gefragt. Nach immerhin 18-monatigem Bemühen gibt es neuerdings endlich den gewünschten Handlauf an der Auffahrt zum EDEKA-Markt. Und feiern können die Senioren noch! "Schmucki" mit seiner Disko half dabei mit stimmungsvoller Musik.

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