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Millionen für Kita-Sanierung

Nochmal ordentlich toben: Darion und Sean (vorn), Tyler (li.), Hendrik (re.) sowie Helene und Luca nutzen noch einmal die Schaukel auf dem Freigelände der Kita Kinderglück. Ab September müssen sie für einige Monate in die Heinrich-Heine-Allee umziehen.
Nochmal ordentlich toben: Darion und Sean (vorn), Tyler (li.), Hendrik (re.) sowie Helene und Luca nutzen noch einmal die Schaukel auf dem Freigelände der Kita Kinderglück. Ab September müssen sie für einige Monate in die Heinrich-Heine-Allee umziehen. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Stefan Lötsch / 23.06.2017, 20:39 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz für finanzschwache Kommunen erhält die Stadt 3,1 Millionen Euro Fördermittel. Das Geld wird für die Modernisierung von Kitas eingesetzt. Die größte Maßnahme findet in diesem Jahr an der AWO-Kita Kinderglück statt.

Wenn für eine Sanierungsmaßnahme knapp 1,4 Millionen Euro ausgegeben werden, dann kann man das bei einem Termin extra würdigen. Und so war am Freitag Landesfinanzminister Christian Görke (Die Linke) nach Eisenhüttenstadt gekommen, um zusammen mit Bürgermeisterin Dagmar Püschel (Die Linke) symbolisch den Startschuss für die Bauarbeiten an der AWO-Kita Kinderglück in der Fridrich-Engels-Straße zu geben. Immerhin 90 Prozent der Bausumme sind Fördermittel und stammen aus dem Topf für finanzschwache Kommunen, aus dem Eisenhüttenstadt vorwiegend für die Sanierung von Kitas rund 3,16 Millionen Euro erhält, wie Christian Görke sagte. Die Maßnahmen werden in diesem und im kommenden Jahr umgesetzt. "Das ist gut angelegtes Geld", sagte Görke. Der Finanzminister deute schon einmal an, dass es womöglich noch einmal einen Nachschlag aus dem Fördertopf geben könnte. Dagmar Püschel hob hervor, dass mit den Mitteln aus dem jetzigen Programm alle Kitas saniert sind. "Dann sind wird durch", sagte die Bürgermeisterin.

Gudrun Sommer, Vorstandsvorsitzende des AWO-Kreisverbandes, freute sich, dass nun auch die zweite Kita in Trägerschaft der AWO grundlegend erneuert wird. Zuvor war das Gebäude in der Heinrich-Heine-Allee schon rekonstruiert worden. Beide Immobilien gehören der Stadt.

Allerdings ist die Maßnahme diesmal sehr aufwendig, was sich schon an der Bausumme von 1,4 Millionen Euro zeigt. Die Kita erhalte eine Wärmedämmung, die, so betonte Michael Reichl, nicht brennbar ist. Außerdem werden Fenster und Türen ausgewechselt. Der größte Brocken ist die komplette Sanierung des Daches. "In einem Gutachten wurde das vorhandene Wellbetondach, an dem sich schon Betonteile lösen, als nicht sanierungsfähig eingeschätzt", erklärte Michael Reichl. "Aus diesem Grund wird das komplette Dach durch eine Binderkonstruktion mit einer Stehfalzeindeckung ersetzt." Weiterhin wird der Verbindungstrakt zwischen dem Hauptgebäude und dem ehemaligen Küchentrakt, der vor vier Jahren schon für die Kleinkinder ausgebaut wurde, abgerissen. Stattdessen entsteht ein neues Treppenhaus samt Aufzug. "Der Aufzug ist von großer Bedeutung, da es sich um eine Integrations-Kita handelt", betonte Reichel.

Bei diesem Bauprogramm ist es verständlich, dass die Kinder ab September bis spätestens Ende Juni des nächsten Jahres das Gebäude räumen müssen. Sie kommen in der Kita in der Heinrich-Heine-Allee unter. "Dort gibt es große Räume und wir rücken etwas zusammen", sagte Gudrun Sommer. Die Eltern sind schon informiert. Die Vorstandsvorsitzende freut sich schon, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind: "Dann haben wir ein richtiges Schmuckstück."

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