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Anwohner der Danewitzer Rehwald-Siedlung pochen auf vereinbarte Leistung

Beschwerden über langsames Internet

Olav Schröder / 28.06.2017, 19:28 Uhr
Danewitz (MOZ) Über einen leistungsschwachen Internet-Empfang klagen die Anwohner in der Danewitzer Rehwaldsiedlung. In der jüngsten Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung machten sie aus ihren Ärger keinen Hehl. Mehrere Anwohner aus der Siedlung südlich von Danewitz berichteten von dem Leistungsabfall ihrer Breitband-Anschlüsse.

Anfänglich habe es überhaupt keine Probleme mit der abonnierten Leistung gegeben, führte ein Anwohner aus. In jüngerer Zeit habe sie sich jedoch in etwa halbiert. Daraufhin hätten sich die Anwohner an das Kundencenter gewandt. Es habe jedoch nicht die erhoffte Abhilfe gegeben. Es sei lediglich darauf hingewiesen worden, dass die Leistung abgesenkt worden sei, um die Netz-Stabilität aufrecht zu erhalten. Außerdem sei die Verlegung von Glasfaserkabeln als Alternative ins Spiel gebracht worden. Besonders ärgerlich sei, dass die "Leistung recht schlecht ist, aber wir dafür weiterhin voll bezahlen sollen", sagte er. Nicht akzeptabel sei es, dass statt dessen den Kunden die frühzeitige Kündigung ihres Vertrags angeboten worden sei. Für die Internetversorgung gebe es in diesem Bereich nämlich keine Alternative. Auch die Verbraucherberatung habe aus diesem Grund davor gewarnt, den Vertrag zu kündigen, teilte ein weiterer Anwohner mit.

In den Augen von Ortsvorsteher Detlef Matzke ist diese Situation nicht akzeptabel. Da anfangs keine Probleme aufgetreten seien, stehe fest, dass die vereinbarte Leistung technisch auch geliefert werden könne. Er wies darauf hin, dass einzelne Anwohner an ihrem Computer zuhause auch beruflich arbeiten und aus diesem Grund auf ein schnelles Internet angewiesen seien. "Sie sind natürlich besonders betroffen", unterstrich Detlev Matzke.

Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) hat in dieser Frage Kontakt zur Geschäftsführung des Anbieters, der Berliner DSN:NET aufgenommen. Die vereinbarte Leistung müsse wieder aufgenommen werden. Aktuell seien noch einmal Messungen vorgenommen worden, sagte er am Mittwoch. Ein Gespräch soll folgen.

Die Absenkung der Übertragungsgeschwindigkeit habe aufgrund von regulatorischen Vorgaben unter anderem der Telekom und anderen vorgenommen werden müssen, sagte Claudia Burkhardt von DSN:NET gegenüber der MOZ. Dies sei vorher nicht absehbar gewesen. Sie bittet alle Kunden aus der Rehwaldsiedlung, die bislang eine gute Verbindung hatten, sich mit dem Support des Unternehmens in Verbindung zu setzen, um den Vertrag entsprechend anpassen zu können. Dies soll jedoch nur eine Überbrückungsvariante sein. Um wieder auf das gewünschte Tempo zu kommen, sei tatsächlich die Verlegung eines Glasfaserkabels eine Möglichkeit. Ähnliche Projekte habe es in Brandenburg schon gegeben, und zwar zu finanziell akzeptablen Bedingungen.

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