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Stiftung WaldWelten und Unterstützer präsentieren nächsten Schritt am künftigen Domizil

Fenster im Forstschreiberhaus fertig

Sie haben den Durchblick: Vertreter der Stiftung WaldWelten, Unterstützer und Handwerker schauen durch die neuen Fenster des Forstschreiberhauses
Sie haben den Durchblick: Vertreter der Stiftung WaldWelten, Unterstützer und Handwerker schauen durch die neuen Fenster des Forstschreiberhauses © Foto: MOZ/Marco Marschall
Marco Marschall / 05.07.2017, 05:29 Uhr
Eberswalde (MOZ) Zwei baugleiche Forstschreiberhäuser wurden 1920/21 im Schwappachweg errichtet. Eines für den Bereich Finowtal, das andere für Eberswalde. In einem wohnt heute der Revierförster der Waldstadt, ins andere will die Stiftung WaldWelten einziehen und baut es seit zwei Jahren Schritt für Schritt um. Ein Etappenziel wurde am Dienstag der Öffentlichkeit präsentiert. Nachdem zunächst das Dach erneuert wurde, konnten jetzt 16 Fenster fertiggestellt werden. Nur wenige stehen noch aus.

Haben die Handwerker alles richtig gemacht? "Bis jetzt ja", sagt Anke Schneider, die mit den Augen der Unteren Denkmalschutzbehörde auf die Arbeit blickt. Das Gebäude habe geschichtliche und städtebauliche Bedeutung, erläutert sie. Sein Walmdach und die markante Verbretterung der Fassade machen es so interessant.

Der Denkmalschutz tritt beim Sanierungsprojekt der Stiftung WaldWelten auch als Förderer auf. Neben der kreislichen Behörde unterstützen das Land Brandenburg, die Stadt Eberswalde, das Jobcenter und die Allianz Umweltstiftung die Arbeiten am Haus. Mit 10000Euro wurden die Fenster gefördert. Das Dach war mit 31000Euro bezuschusst worden. Noch in diesem Jahr steht das bisher teuerste Projekt an. Für die Pelletheizung, die ins Haus eingebaut werden soll, braucht die Stiftung 40000Euro. "Wir haben uns vieles vorgenommen und es war von vornherein klar, dass wir es nur in Etappen realisieren können", sagte Harald Schill vom Vorstand der Stiftung WaldWelten am Dienstag vor Handwerkern und Unterstützern.

"Es ist ein super Job, den ihr hier macht", lobte Peter Wilde von der Allianz Umweltstiftung vor allem die jungen Leute, die täglich auf dem Gelände im Schwappachweg zugange sind. Sie beziehungsweise ihre Vorgänger haben sich auch um die Fenster gekümmert. "Die Fenster mussten ausgebaut, 20 Schichten Farbe abgetragen und geschliffen werden. Viele aufwendige Schritte", fasst Bernhard Götz, ebenfalls vom Vorstand der Stiftung WaldWelten, zusammen. Die Frauen und Männer, die am Haus arbeiten, befinden sich allesamt in einem berufsvorbereitenden Jahr und durchlaufen in dieser Zeit viele Stationen - von der Waldarbeit bis zum Tischlern. Ihnen die Chance zu geben, auf diese Weise ihren Weg ins Berufsleben zu finden, gehört zum Konzept. Sie werden während des Praxisjahres fortlaufend von einem Sozialassistenten betreut.

"Hier lernt man was. Ich habe einen Tagesablauf und sitze nicht zuhause rum", sagt der 21-jährige Patrick Jorks. Er hatte zuvor in Bernau eine Tischler- und Holzmechanikerlehre begonnen, sei aber nur zu Verpackungsarbeiten herangezogen worden.

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