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Glückseligkeit auf zwei Rädern

Thomas Messerschmidt / 04.07.2017, 07:54 Uhr
Netzen (MZV) (tms) Die Premiere des Simson-Treffens bescherte Netzen im Vorjahr eine volle Festwiese. Über mehr als 200 "Simis" und jede Menge Publikum konnte sich der frisch gegründete Verein Simson-Freunde "Isolator" Netzen (www.simson-netzen.de) freuen. Bei der Neuauflage 2017 musste er sich mit kleineren "Brötchen" begnügen. Zu viel Wasser war im Spiel. Der Dauerregen kostete wohl 50 Prozent Gäste. Umso erstaunlicher, dass dennoch 140 Exemplare aus den berühmten Suhler Fahrzeugwerken heranrollten. Hüpfburg und Geschicklichkeitsparcour blieben zwar ungenutzt und der Teilemarkt war überschaubar, doch zwischen den hübsch drapierten, oft auf Hochglanz polierten Zweirädern war reichlich Bewegung, wie auch am Tresen und Grillstand. Und schließlich auch auf der Bühne. Simson-Kenner Frank Niewar übernahm die Vorstellung und Präsentation besonderer Schmuckstücke, die von den Eigentümern stolz vorgeführt wurden. Bei ganz ausgefallenen Kreationen gab der Kenner allerdings zu bedenken: "Wenn man tuned, verändert man ein Gesamtkunstwerk, das Ingenieure in vielen Arbeitsjahren entwickelt haben." Auch der Versicherungsaspekt sei zu beachten, da Veränderungen an der Maschine im Schadenfall Probleme bereiten. Die großen Tuner basteln ihre "Simis" allerdings selten straßentauglich, freuen sich über ein Showmobil mit 80 statt 50 Kubikzentimeter Hubraum, 24 statt 3,7 PS und 120 statt 60 km/h Spitze. Da hört man die Freude bereits beim Anlassen. Für Freude sorgen von Anbeginn auch die Gastgeber und zeichnen besonders schöne Exemplare aus: Für den besten Aufbau bekamen Stefan Weyer aus Bergerdamm (Nauen) und seine S51 einen Sack Zwiebeln (!). Und einen Sack Kartoffeln rückten die "Isolatoren" fürs beste Original heraus, das Jörg Bandelow aus Reckahn mit seiner Schwalbe auf dem Platz zeigte. Eine weitere Schwalbe rückte dank einer Spendenaktion in den Mittelpunkt, die die Netzener Simson-Freunde unterstützt hatten: Der Brandenburger Gregor Walkusch wollte mit dem Verlosen einer restaurierten Schwalbe das Projekt "Kinder sind unschlagbar" stärken. 4.000 Euro sollten über den Verkauf vieler 1-Euro-Lose für die Erneuerung der Sanitäranlagen hereinkommen. Am Ende waren 4.880 Lose verkauft, der Ertrag von René Kurth auf 5.000 Euro aufgefüllt und die knallrote Schwalbe beim 54. Havelfest an die Nummer 2127 verlost. Glück für Familie Fuchs, deren Kinder Max und Marlene unbedingt mitmachen wollten und mit nur zwei Losen das ganz große Los zogen. Papa Stephan (33) freute sich bei der Preis-Abholung in Netzen mächtig, versprach gleich Montag ein Versicherungskennzeichen für die erste Schwalben-Fahrt seinen Lebens zu holen.

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