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Ab Sonntag: Garlitz zeigt Geschichten

Am 8. Mai 2011 feierten die 1161 erstmals erwähnten Dörfer mit einem Festgottesdienst im Dom zu Brandenburg ihr Jubiläum. Die Ersterwähnung hatte sich zum 850. Mal gejährt. Die Garlitzer Delegation präsentierte das Buch "Garlitz erzählt Geschichte(n)".
Am 8. Mai 2011 feierten die 1161 erstmals erwähnten Dörfer mit einem Festgottesdienst im Dom zu Brandenburg ihr Jubiläum. Die Ersterwähnung hatte sich zum 850. Mal gejährt. Die Garlitzer Delegation präsentierte das Buch "Garlitz erzählt Geschichte(n)". © Foto: weber
Simone Weber / 08.07.2017, 07:26 Uhr
Garlitz (MOZ) Garlitz ist ein Zeitzeuge der frühen brandenburgischen Jahre und älter als der Brandenburger Dom. Denn als dieser noch nicht stand, Grundsteinlegung war 1165, war Garlitz bereits Gegenstand eines Geschäfts. Im Jahr 1161 wurde das Dorf dem neu gegründeten Domkapitel übereignet, das für das Dombauprojekt zuständig sein sollte. 1161 markiert derweil die Ersterwähnung von Garlitz, was 2011 groß gefeiert wurde. Damals hatte sich die Ersterwähnung zum 850. Mal gejährt. Auch für andere Dörfer (unter anderem Mützlitz und Buckow).

Am 8. Mai des Jubiläumsjahrs bildete ein gemeinsamer Festgottesdienst am früheren Sitz des Bistums den Auftakt zu den Feierlichkeiten der Orte. Titel: "850 Jahre - sechs Dörfer - ein Dom". In Vorbereitung dieses Ereignisses hatte der Garlitzer Heimatkulturverein Erinnerungen der Mitbürger gesammelt und das Buch "Garlitz erzählt Geschichte(n)" veröffentlicht.

In den letzten Wochen dieses Jahres haben die Garlitzer erneut ihre Dorfgeschichte aufgearbeitet. Entstanden sind bebilderte Tafeln, die Uli Barthels mit seiner im Ort ansässigen Firma "Garliwood" gestaltet hat. "

Garlitz hat kein Schloss und keine spektakuläre Geschichte - und trotzdem einen Rundweg? Ja!", so Ortsvorsteherin Gudrun Lewwe. "Ein Blick auf architektonische und siedlungsgeschichtliche Besonderheiten, aber auch auf historische Ereignisse lohnt sich. Wie beeinflussten die wechselnden Herrschaftssysteme das dörfliche Leben? Wir haben Geschichten aus der frühen Zeit unseres Ortes bis hin zur neueren Geschichte zusammen getragen."

So sind auf dem Rundweg um das Dorf im Amt Nennhausen insgesamt 13 Tafeln aufgestellt worden, fünf allein am Dorfanger. Sie erzählen beispielsweise von ehemals zwei Windmühlen in Garlitz, aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs oder von den Jahren danach, als der junge Günter des Bruyn (1946 bis 1949) als Neulehrer im Dorf in sein Berufsleben startete. Seit 1968 lebt der bekannte Autor vieler Bücher in der ehemaligen Blabberschäferei in Blabber, einem Ortsteil der Gemeinde Tauche im Landkreis Oder-Spree. Im vorigen Jahr feierte er seinen 90. Geburtstag.

Der Garlitzer Geschichtenrundweg entstand mit Hilfe von Fördermitteln der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) in Potsdam.

Am Sonntag, 9. Juli, 14.30 Uhr, wird am Dorfgemeinschaftshaus auf dem Dorfanger der neu entstandene Geschichtenrundweg eröffnet. Kaffee und Kuchen gibt es auch.

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