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Neurologische Praxis zieht in ehemalige Kita ein

Bauarbeiten: Am Dorfplatz 7 wird derzeit gebaut. Die einstige Kita wird für die Nachnutzung saniert.
Bauarbeiten: Am Dorfplatz 7 wird derzeit gebaut. Die einstige Kita wird für die Nachnutzung saniert. © Foto: Marco Winkler/OGA
Marco Winkler / 11.07.2017, 14:01 Uhr
Klein-Ziethen (OGA) Noch kleben Marienkäfer und lachende Sonnen an den Fensterscheiben. Die Aufkleber sind Überbleibsel der ehemaligen Kita Sonnenkäfer in Klein-Ziethen. Vor fünf Jahren zogen die letzten Kinder aus. Bis heute steht die Einrichtung am Dorfplatz leer. Doch nicht mehr lange. Am 1. November wird das sanierte Objekt an einen Neurologen übergeben. Deshalb sind derzeit Arbeiter am Werk. "Die Kita wird saniert", so Bürgermeister Peter Leys (BfO). 60 000 Euro steckt die Gemeinde in die Bauarbeiten. Der Putz blätterte schon ab, die Isolierung sowie Heizungs- und Sanitäranlagen müssen neu gemacht werden.

Der Leerstand nagte an der Substanz der Räumlichkeiten. Die Entwässerungsleitung ist verstopft. Außen musste der Bagger anrücken, innen rissen die Handwerker den Boden auf. Das Leitungssystem wurde in Augenschein genommen. "Derzeit sind wir unabhängig von dieser Angelegenheit damit beschäftigt, den Keller trocken zu legen, der beim letzten Starkregen vollgelaufen ist", so Bauamtsleiter Dirk Eger. Die Gemeinde verfolgt mit den Arbeiten ein Ziel. In die Räume wird eine neurologische Praxis für Privatpatienten ziehen. Ein Mietvertrag wurde schon abgeschlossen. Übergabe des Objekts an den Neurologen ist der 1. November.

Es kehrt also wieder Leben ins Gebäude. "Das Haus ist zum ersten Mal seit Bestehen der Gemeinde vollständig belegt", so Dirk Eger. Bisherige Versuche, die einstige Kita mit Leben zu füllen, sind alle gescheitert. Ende 2014 interessierte sich so ein Investor für die einstige Kita. Bis Anfang 2015 wollte der evangelische Träger, der in Hohen Neuendorf eine Montessori-Kita betreibt, ein Konzept vorlegen. Ortsvorsteher Peter Gerlach, für den eine Wiederbelebung der Kita eine Herzensangelegenheit ist, sah optimistisch in die Zukunft. Doch der Investor sprang wieder ab. Der Beschluss im Jahr 2011, die Kita zu schließen, beruhte nicht auf Kindermangel, sondern auf einem unausgewogenen Personalschlüssel für die kleine Einrichtung.

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