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24 Stunden im Einsatz

Spezialgerät: Die Wasserpumpe schafft 5000 Liter pro Minute. Gruppenführer Matthias Kull vom Technischen Hilfswerk und sein Team waren einen ganzen Tag lang in Krangen im Einsatz, weil der Dorfteich zu voll gelaufen war.
Spezialgerät: Die Wasserpumpe schafft 5000 Liter pro Minute. Gruppenführer Matthias Kull vom Technischen Hilfswerk und sein Team waren einen ganzen Tag lang in Krangen im Einsatz, weil der Dorfteich zu voll gelaufen war. © Foto: MZV
Siegmar Trenkler / 27.07.2017, 18:35 Uhr
Krangen (rue) "So schlimm war es in Krangen noch nie", fasste Matthias Kull vom technischen Hilfswerk (THW) Neuruppin am Mittwochabend die Aussagen der Anwohner zusammen. Der Gruppenführer für Wasserschadenpumpen war seit dem Vormittag mit seinem Team am Dorfteich im Einsatz. Durch den lang  anhaltenden Regen der vergangenen Tage drohte dieser, überzutreten. Zudem drückte das Wasser auf die Keller der umliegenden Häuser. Im Untergeschoss eines der angrenzenden Wohngebäude habe das Wasser bereits rund 50 Zentimeter hoch gestanden, berichtete Kull.

Die Neuruppiner Feuerwehr hatte das THW gebeten, in Krangen einzuspringen. Der Grund: Das THW ist für solche Fälle besser ausgerüstet. Und so rückten Matthias Kull und sein Team mit mehreren Fahrzeugen und einer Wasserpumpe an. Das dieselbetriebene Gerät pumpt 5000 Liter pro Minute. Das Wasser wurde über insgesamt mehr als 600 Meter lange Schläuche in die nahegelegene Kiesgrube geleitet. Da diese tiefer liegt als der Dorfteich, besteht keine Gefahr, dass das Wasser zurückläuft. Dennoch muss die Situation weiter beobachtet werden, so Gruppenführer Kull. Denn der Dorfteich ist mit mehreren anderen kleinen Gewässern verbunden, sodass noch Wasser nachlaufen könnte.

Ziel war es, den Pegel des kleinen Gewässers um einen bis anderthalb Meter abzusenken. Auch in der Nacht liefen die Arbeiten weiter. Anwohner versorgten die ehrenamtlichen Helfer, zwischendurch mit Kaffee. Zur Nachtschicht kamen noch zwei Kameraden aus Gransee als Ablösung.

Bis Donnerstagmorgen um acht war das THW in Krangen im Einsatz. "Dann war der Pegel genug gesenkt", sagte der stellvertretende Ortsbeauftragte, Stefan Rudolph, dem RA.

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