Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Lob und Kritik für Lindower Wassertage

Die vermutlich kleinste Regatta der Region: Drei selbstgebaute auf dem Gudelacksee.
Die vermutlich kleinste Regatta der Region: Drei selbstgebaute auf dem Gudelacksee. © Foto: MZV
Markus Kluge / 30.07.2017, 19:08 Uhr
Lindow (hr) Drei Tage lang, von Freitag bis Sonntag, wollte die Drei-Seen-Stadt Einheimische und Urlauber mit den Lindower Wassertagen begeistern. Einer der Höhepunkte sollte am Samstagnachmittag das Badewannenrennen auf dem Gudelacksee sein.

Dieses allerdings fiel sehr klein aus. Lediglich drei geschmückte Wannen und ihre stolzen Besitzer nahmen daran teil. Ähnlich sah es beim Bootskorso am Freitagabend aus: Hier gab es ebenfalls nur drei Teilnehmer. Das Drachenbootrennen am Samstagvormittag musste komplett abgesagt werden, weil nur ein Team am Wettbewerb teilnehmen wollte.

Trotzdem ließen es sich die bis zu 250 Gäste auf der Festwiese am See gutgehen. Getränke und Speisen waren genug vorhanden. Kinder konnten sich an den Schmink- und Bastelständen vergnügen oder auf einem der Pferdchen vom Ponyhof Stapel reiten. Abends wurde auf der Wiese getanzt. Außerdem gab es eine Feuershow. Am Sonntag klangen die Wassertage mit einem musikalischen Frühschoppen aus.

Viele Besucher auf der Festwiese waren mit dem Programm am Samstagnachmittag zufrieden. Andere schimpften hinter vorgehaltener Hand. Drei Wannen, das sei doch nichts und stehe Lindow nicht gut zu Gesicht. Deutlicher sagte es der Lindower Bernd Pelzer: "Das gesamte Fest wurde wenig durchdacht. Ich habe selbst schon Feste mitveranstaltet und weiß daher, wovon ich rede. Veranstalter Lutz Arndt hätte andere Gewerbetreibende mit ins Boot holen sollen. Ein Korso am Freitagabend geht gar nicht. Viele haben bis kurz davor doch noch gearbeitet! Wer hat dann schon Zeit, an einer Regatta teilzunehmen? Es ist absolut ehrenwert, dass Herr Arndt so etwas macht. Aber das hätte besser organisiert werden müssen."

Auch Bürgermeisterin Heidrun Otto (CDU) sah den drei Badewannen-Kapitänen beim Wettrennen zu: "Ich bin dem Team um Lutz Arndt sehr dankbar, dass dieses Fest überhaupt stattfinden konnte. Auch bei der Silvesterparty hat er schon sehr gute Arbeit geleistet. Im nächsten Jahr will er sich dann wahrscheinlich auf einen Tag, den Sonnabend, konzentrieren. Drei Tage sind ein bisschen viel. Ich bin jedoch enttäuscht, dass in unserer Stadt so viele Menschen, die vom Tourismus leben, wenig oder nichts für attraktive touristische Angebote tun. Was Herr Arndt gemacht hat, ist lobenswert."

Lutz Arndt selbst, vom veranstaltenden Unternehmen Lindow-Event, zeigte sich vom Verlauf des Fests zufrieden: "Beim Drachenbootrennen hätte es nur einen Teilnehmer gegeben. Da blieb uns nichts anderes übrig, als abzusagen. Für das umsonst angetretene Team wird es eine kleine Entschädigung geben", erzählte er. "Die Tourismusabteilung der Stadt wollte für den Korso die Werbetrommel rühren, das war mit dem Tourismuspavillon so abgesprochen. Mir kann man da nichts anlasten. Wenn es Beschwerden gibt, dass zu wenig Gewerbetreibende angesprochen wurden, kann ich nur sagen: Ich habe mit genügend Leuten gesprochen, darunter auch Gaststättenbetreiber. Leider war das Interesse sehr gering, das Fest zu unterstützen."

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG