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Altranft erhält 36 000 Euro für Renovierung und neue Möbel / Fotoausstellung von Renate Melz eröffnet

Probesitzen im Gemeindezentrum

Heike Jänicke / 02.08.2017, 07:16 Uhr
Altranft (MOZ) Gut sechs Jahre hat es gedauert, ehe das Gemeindezentrum Altranft mit neuem Mobiliar ausgestattet werden konnte. Am Montagabend konnten Ortsvorsteher Bernd Hoffmann und Bürger des Ortsteils davon Besitz ergreifen und die Fotos von Renate Melz aus Neureetz genießen.

Die erste Bewährungsprobe hat das renovierte Gemeindezentrum bereits bestanden, wie Ortsvorsteher Bernd Hoffmann (CDU) am Montagabend informierte. Am Wochenende hat bereits eine Hochzeit in dem Gebäude stattgefunden. Dass die Hochzeitsgäste nun auch die Bürger des Bad Freienwalder Ortsteils auf neuen Stühlen und an neuen Tischen im Gemeindezentrum sitzen konnten und können, das ist nicht so selbstverständlich. "Wir haben lange darum kämpfen müssen", so Hoffmann. Den Antrag habe seiner Zeit noch Konrad Köpke an die Stadt Bad Freienwalde gestellt. Die Möbel, die bis vor kurzem im Gemeindezentrum standen, hätten sich die Altranfter aus leer stehenden Wohnungen besorgt und diese wieder aufgearbeitet. Die früheren Stühle gehörten einst zum Bestand des Kurtheaters. Nach fünf, sechs Jahren sei es nun gelungen, etwas Neues zu bekommen. "Der Anblick ist gut, es sitzt sich bequem auf den Stühlen. Es kann jeder probieren", so der Ortsvorsteher. "Wir haben lange gesucht, ehe wir das Richtige gefunden haben. Dabei haben wir versucht, alle Wünsche zu berücksichtigen." Zirka 16 000 Euro hat die Einrichtung gekostet. Weitere 20 000 Euro sind Bernd Hoffmanns Informationen zufolge in die Renovierung des Gebäudes, teils auch in die Küche geflossen, rechnete der Ortsvorsteher den anwesenden Bürgern vor. Das höre sich zwar nicht wenig an. "Aber wir sind bescheiden. Andere Häuser haben eine Million gekriegt. Wir geben uns ja mit wenig zufrieden", warf Hoffmann eine Spitze in Richtung Rathaus.

Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos), der der Einladung zur Eröffnung gefolgt war, ließ es sich nicht nehmen, darauf zu reagieren. Er gab zwar zu, dass es ein wenig gedauert habe, ehe der Zustand, wie er sich jetzt darstelle, erreicht werden konnte. Nicht ganz zustimmen konnte er aber, "wenn es immer heißt, wir bekommen zu wenig, andere bekommen mehr. Ich glaube das Mehr geht innerhalb von fünf Jahren ins Museum Altranft in Höhe von 500 000 Euro", so Lehmann. Weitere 300 000 Euro seien in die Sanierung des Feuerwehrdepots geflossen, das gleich gegenüber vom Gemeindezentrum steht. "Ich glaube der Ortsteil Altranft ist ausreichend berücksichtigt im gesamten Stadtgefüge. Auch wenn der eine mal in einem Jahr etwas mehr an Investitionen bekommt als im anderen Jahr, über eine längere Laufzeit gleicht es sich aus", sagte der Bürgermeister. Und als kleines Geschenk brachte er zwei Bücher mit - vielleicht, wie er vorschlug, als Anfangsbestand für eine neue Außenstelle der Bibliothek. "Auf jeden Fall Literatur auch für Nachmittage, wenn sich Seniorengruppen oder Vereine zusammenfinden", so Lehmann.

Genutzt werde das Gemeindezentrum auf jeden Fall gut, schätzte Bernd Hoffmann auf Nachfrage ein. Im Gemeindezentrum finden private Feiern und Bürgerversammlungen statt. Vereine wie die Volkssolidarität oder Mitglieder von Sportgruppen treffen sich in den Räumlichkeiten. Zu ihnen gehört unter anderem Bärbel Schwoch. Die 80-Jährige komme regelmäßig zum Sport hier her, erzählte sie am Montag. Hier treffe sie sich zudem auch mit Gleichgesinnten zu Handarbeitsnachmittagen. Am Montag testete sie mit Ilse Hartmann, Hilde Nickel und Hannelore Schmidt schon einmal die rot gepolsterten Stühle und erhob das Glas auf das renovierte Gemeindezentrum.

Ein Geschenk der besonderen Art bereitete Renate Melz den Altranftern. Der Neureetzerin, die sich seit 2003 mit der Fotografie befasst, war es gelungen, eine Ausstellung mit Ansichten von Altranft zu gestalten. Zur Eröffnung fand Günter Grützner die richtigen Worte. Sie fotografiere das, was viele gar nicht wahrnehmen. "Ihre Bilder erzählen Geschichten aus unserer Region", meinte Grützner unter anderem. Und manche der Werke seien mehr als nur einfache Fotos.

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