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Wriezens Revierpolizist Heiko Beyer schaut sich mit Bewohnern von Altwriezen/Beauregard im Ortsteil um

Ein Ortsrundgang besonderer Art

In Altwriezen: Revierpolizist Heiko Beyer und Ortsvorsteher Peter Sperr (l.) sowie interessierte Bürger
In Altwriezen: Revierpolizist Heiko Beyer und Ortsvorsteher Peter Sperr (l.) sowie interessierte Bürger © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 07.08.2017, 06:32 Uhr
Altwriezen/Beauregard (MOZ) Dem Rundgang mit dem Wriezener Revierpolizisten Heiko Beyer durch Altwriezen und Beauregard haben sich am Sonnabend letztlich 18 interessierte Bürger angeschlossen. Dabei ging es allerdings nicht nur um Fragen der Sicherheit.

"Altwriezen/Beauregard eignet sich als Auftakt für solche Rundgänge am besten", erklärte Ortsvorsteher Peter Sperr am Sonnabend kurz nach 10 Uhr am Treffpunkt an der Bushaltestelle an der alten Oder. Nach und nach hatten sich dort zwölf interessierte Bewohner des Ortsteils teils auf Fahrrädern eingefunden, darunter Gerard und Ria Jordans mit ihren Söhnen Jan, Pim und Gijs.

Laut Sperr habe es einen solchen fest vereinbarten Rundgang mit einem Revierpolizisten in Wriezen und auch im Landkreis noch nicht, zumindest schon lange nicht mehr, gegeben. Bereits am Treffpunkt kam ein erster Hinweis aus den Reihen der Bürger. Die dortige Hecke dürfe nicht zu hoch werden. Sie nehme sonst die Sicht auf die Kreisstraße 6411.

Für den Heckenschnitt sei jedoch die Stadt zuständig, erinnerte Revierpolizist Heiko Beyer. Karsten Ilm, Bau- und Ordnungsamtsleiter, hatte zu Beginn des Rundgangs zwar erklärt, nicht als Vertreter der Stadt sondern als CDU-Bürgermeister-Kandidat teilzunehmen, hielt in der Folge aber dennoch das eine oder andere Problem, insbesondere Straßenschäden und defekte Lampen, per Handy fest.

Auch Heiko Beyer machte sich Notizen, darunter zu der Frage eines Anwohners in Altwriezen, ob an der ersten Kreuzung nach der Brücke über die alte Oder nicht ein Weitwinkelspiegel installiert werden könne. Der Bereich sei schlecht einzusehen, sagte er, während eine Frau feststellte: "Ach, Sie sind der Schreiner." Die Antwort: "Nein, Sie meinen bestimmt meinen Sohn, aber der ist Zimmermann." Und so diente der Rundgang auch dem besseren Kennenlernen untereinander.

Zuvor hatte der Ortsvorsteher auf das Tempo-Messgerät am Ortseingang an der Kreisstraße aufmerksam gemacht: "Das ist wirklich eine gute Sache, die Leute gehen runter vom Gas." Heiko Beyer sah dies ähnlich. Tempokontrollen hätten ergeben, dass es Geschwindigkeitsüberschreitungen eher in Richtung Neulewin als andersherum gebe. Das Gerät stehe also an der richtigen Stelle. Michael Wilberg, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, war allerdings nicht der einzige, der meinte, dass das Gerät etwas zu früh warne. Peter Sperr fand das nicht: "So sind die Leute am Ortseingang wirklich runter vom Gas."

An der Brücke über die alte Oder wurde moniert, dass sich Landwirte und Lkw-Fahrer oft nicht an die Tonnage-Begrenzung halten würden. "Hier fährt doch keiner mit nur halb gefülltem Hänger rüber", meinte einer der Anwesenden und verwies darauf, dass man das Gewicht anhand der Fahrzeugdaten etwa aus dem Internet schnell errechnen könne. Heiko Beyer kennt das Problem: "Wenn wir auf Streife sind und sehen, dass ein Fahrzeug vermutlich zu schwer ist, kontrollieren wir das auch." Auf die Zwischenfrage, wie es mit der Kriminalität aussehe, erinnerte Beyer zwar an eine Einbruchsserie vor geraumer Zeit, verwies jedoch darauf, dass es in Altwriezen/Beauregard im Moment eher ruhig sei. "Eine funktionierende Dorfgemeinschaft und aufmerksame Nachbarn erhöhen die Gefahr, entdeckt zu werden", sagte der Revierpolizist und erinnerte an Anrufe von Anwohnern in der Zeit der Einbrüche. "Wir waren dann ja immer wieder vor Ort."

Bis Beauregard war die Gruppe auf 18 Teilnehmer angewachsen. Dort ging es unter anderem um abgesacktes Straßenpflaster, auch um nicht ablaufendes Regenwasser, Baumpflege und Nachpflanzungen. Am Infostand von SPD-Bürgermeister-Kandidatin Jutta Werbelow griffen einige zum angebotenen Kaffee. Wolfgang Kliems, selbst ernannter Ortschronist, hielt nicht nur das mit seiner Fotokamera fest. Über den Wunsch von Rosemarie Urban nach einer Erneuerung des Dorfplatzes in Altwriezen soll unterdessen ein andernmal diskutiert werden. "Vielleicht auf einer Einwohnerversammlung nach der Bürgermeisterwahl", sagte Peter Sperr.

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