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Virtuosen treffen auf junge Talente

Bildeten das Vorprogramm: Der am Klavier begleitende Luca Carbonaro und die vier jungen Talente und Kreismusikschüler Thanh Lam Danny Ha, Marie-Elise Eckert sowie die Schwestern Sophia und Hannah Rau erhielten
Bildeten das Vorprogramm: Der am Klavier begleitende Luca Carbonaro und die vier jungen Talente und Kreismusikschüler Thanh Lam Danny Ha, Marie-Elise Eckert sowie die Schwestern Sophia und Hannah Rau erhielten © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 16.02.2016, 07:00 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Als kontrastreich war das 4. Konzert der Kammermusikreihe "Musikalische Residenzen" angekündigt worden. Und ein Kontrastprogramm erwartete die Besucher in der fast ausverkauften Schlosskirche zum Wochenende auch.

Da waren frühlingshaft-einschmeichelnde Töne aus Vivaldis "Vier Jahreszeiten" - von Kreismusikschüler Thanh Lam Danny Ha der Geige entlockt. Da musste sich mancher Konzertbesucher aber auch in die Ouvertüre über hebräische Themen von Sergej Prokowjew - dargeboten von den Solisten der Kammerakademie Potsdam - erst einmal hineinhören.

Da servierten Hannah Rau, Marie-Elise Eckert und Sophia Rau gefällige Stücke vom Allegro aus dem Konzert D-Dur von Jean-Baptiste Breval über einen fröhlichen Tanz von Edmund Severn bis zu Frantisek Drdlas Fantasie über Bizets "Carmen". Alle vier Neun- bis Elfjährigen aus der Kreismusikschule MOL bewiesen damit bereits erstaunliches Können auf Violine und Violoncello und forderten die Zuhörer zu Beifallssturm heraus. Die in Altlandsberg ansässige Musikerin und Echo-Klassik-Preisträgerin Karola Elßner - am Konzertabend selbst unter den Zuhörern - bescheinigte das auf MOZ-Nachfrage.

Die "namengebenden "Kontraste" von Bela Bartok indes, die die Potsdamer Kammermusiker auf Violine, Klarinette und Klavier zu Gehör brachten, klangen nicht wenigen recht fremd in den Ohren. Allerdings sei die Virtuosität der Instrumentalisten bewundernswert, hieß es bei Gesprächen im Publikum, und es sei umso interessanter, deren Mimik und Körpersprache während ihres leidenschaftlichen Spiels zu beobachten.

Max Regers Klarinettenquintett beschloss einen wiederum interessanten Konzertabend in "klassizistischer Klarheit und graziler Fantasie", wie es im Ankündigungsflyer hieß. Den stürmischen Beifall dafür gaben die professionellen Instrumentalisten symbolisch an den Märkisch-Oderländer Musikernachwuchs weiter. Konzertmeisterin Meesun Hong Coleman verneigte sich applaudierend andeutungsweise vor den strahlenden Schülern.

Konzert Nummer fünf in der Reihe "Musikalische Residenzen" wird am 3. April dem 400. Geburtstag des einst in Altlandsberg weitsichtig wirkenden Otto von Schwerins gewidmet sein. Zuvor, so Susann Neumann vom organisierenden arttransfer, werde der "Altlandsberger Bilderbogen" enthüllt.

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