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Genschmar feierte am Sonnabend sein 25. Erntefest mit vielen Besuchern und abwechslungsreichem Programm

Erntewagen und Schubkarren-Rennen

Cornelia Link-Adam / 04.09.2017, 07:30 Uhr
Genschmar (MOZ) Bei schönstem Spätsommerwetter mit bestem Sonnenschein hat Genschmar am Sonnabend sein 25. Erntefest gefeiert. Zum Jubiläum kamen viele Besucher und erfreuten sich an einem abwechslungsreichen Programm.

Los ging es bereits am Vormittag, als sich ein großer Festumzug vom ehemaligen Konsum auf durchs Dorf aufmachte. Bestaunt von vielen Zaungästen wurden mehr als eine Dutzend bunt geschmückter Erntewagen. Mit dabei waren aber auch große Landtechnik aus alten Zeiten sowie aktuelle Mähdrescher, die noch vor wenigen Wochen rege über die umliegenden Felder zuckelten. Kaum hatte der Tross, angeführt von der Fanfarengarde Frankfurt den Festplatz an der Feuerwehr erreicht, wurden Böller gezündet, Reden gehalten und die schönsten Erntewagen prämiert. Den Sieg holte sich das Gefährt der Kita: Die Steppkes überzeugten als kostümierte Blumen und kleine Gärtner. Über den Sieg freuten sich die Kinder nebst den Erzieherinnen Carmen Eichbaum und Carolin Voß-von Cziczewski noch am Nachmittag und präsentierten stolz anstelle des Wagens - der war schon abgefahren - ihren Präsentkorb. Marco Ewald aus Stuttgart, gerade auf Besuch in seiner alten Heimat, belegte beim Wettbewerb als verkleidete Großmutter mit seinen Kindern den 2. Platz, gefolgt vom Gefährt der "Geschmarer Stars".

"Wir haben zum Jubiläum wieder mehr Stände und Handwerker aus der Region herangeholt", berichtete Gabi Krüger vom Heimatverein "Oderaue Geschmar", der wieder federführend das Fest organisiert hatte. Wie in jedem Jahr verkauften die Vereinsaktiven wieder die beliebten historischen Postkarten. Auch die neuesten Ansichten des Dorfes aus alten Zeiten fanden für kleines Geld viele Käufer, ebenso der neue Kalender des Heimatvereins.

Nebenan wurden hunderte Lose bei der Tombola unters Volk gebracht. "Wir haben ja auch 300 Gewinne", betonte Erika Müller, die für die Preise schon seit einem dreiviertel Jahr überall unterwegs war. Zeit zum Reden hatte sie kaum, der Erntewagen des Heimatvereins, vollgepackt mit Gemüse aus heimischen Gärten war von Kunden umringt. So fanden Porree, Kürbisse, aber auch Zucchini und Tomaten schnell neue Besitzer. Gut zu tun hatte ebenso der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr an Grill und Friteusen: Wegen Schaschlik, Bratwurst, aber auch Pommes und Gurken, alles handgemacht, drängten sich die Festbesucher am Stand. Andere besuchten die Schützengilde oder fachsimpelten mit Imkern und Gärtnern an deren Ständen. Der Anglerverein "Früh auf 1961" hatte von seinen 80 Forellen, 20 Aalen, 70 Fischbouletten und sieben Litern Fischsuppe am Nachmittag nichts mehr übrig. "Ist doch toll, wenn es so gut angenommen wird", freute sich der Vereinschef Eberhard Krüger. Eine tolle Alternative zu Kaffee und Kuchen. Im Festzelt drängten sich die Besucher, erlebten viel Musik auf der Bühne. Die Gruppe "Quest" aus Kostrzyn tanzte, auch Schlagersängerin Anne Steiner trat auf, ebenso die Mädchenband "Self control" aus Frankfurt. Auf einem nahen Feld ließ die Stockcar-Arena Altlandsberg "Team Wegendorf" sogar Gäste in ihren dröhnenden Autos mitfahren. Das kam gut an.

Während einige Besucher Bier oder Cocktails schlürften, ließ sich der Nachwuchs das Gesicht bunt anmalen oder eroberte die Hüpfburg. Aber auch Mitmach-Stände sorgten für Kurzweil wie Bierkrug-Schieben oder Gummistiefel-Zielwurf. Beim Bierkrug-Stemmen (gefüllt mit Wasser) holte sich Manuela Müller den Sieg bei den Frauen. "Das freut mich sehr", erklärte die Berlinerin, die früher den Heimatverein leitete und nach fünf Jahren zum Fest gern wieder zurückkam.

Der Höhepunkt vor dem Abendprogramm mit Disko und Live-Musik war das traditionelle Schubkarren-Rennen. Zehn Duos flitzten in Gummistiefeln, Biberkostüm (Maske und Schwanz) über die Wiese. Sie mussten Plastik-Blumen in einen Sandtopf pflanzen und ihr Geschick beim Dosen-Zielspritzen beweisen. Paul Fröhlich und sein Vater Stefan Ohnesorge aus Genschmar lag beim Jubiläumsrennen mit 1,32 min lange vorne. Dann schnappte sich der Stuttgarter Marco Ewald nach dem Anfeuern seiner Kids spontan Kerstin Kanne aus Golzow) und holte sich mit 1.08 min den Sieg. Platz drei ging unter viel Applaus der Besucher mit 1,39min an Margit und John-Leon Marttausch aus Genschmar.

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