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Reaktion des FLB im Rechtsstreit weiter offen

Ingmar Höfgen / 15.09.2017, 18:47 Uhr
Fehrbellin (MZV) Drei Wochen, nachdem der SV 90 Fehrbellin vor Gericht seine vorläufige Aufnahme in die Fußball-Kreisoberliga erstritten hatte, ist weiterhin unklar, ob sich der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) gegen diese Gerichtsentscheidung wehrt. Beim Amtsgericht Cottbus, das am 23. August ohne mündliche Verhandlung eine Einstweilige Verfügung zugunsten des SV 90 erlassen hatte, ist bisher kein Widerspruch eingegangen. Damit würde der FLB erreichen, dass eine mündliche Verhandlung stattfindet. Ob die Entscheidung des Gerichts dann anders aussieht, ist offen. Allerdings gibt es für den FLB keine Frist, innerhalb derer der Widerspruch eingehen muss.

Aber nicht nur der Landesverband legt keine größere Eile an den Tag. Auch der SV 90 scheint das Verfahren derzeit nicht weiter zu betreiben. Eigentlich müsste der Verein nach dem erfolgreichen Eilrechtsschutz auch eine Klage gegen den FLB einreichen, was aber noch nicht geschehen ist. Wie SV-Anwalt Daniel Tripke dem RA sagte, sei die Einstweilige Verfügung wirksam, wenn sie mit Leben gefüllt werde und keine Entscheidung in der Hauptsache gefordert wird.

Immerhin: Seit dem 26. August werden für den SV 90 regelmäßig Spiele in der Kreisoberliga angesetzt. Kritisch könnte die Situation werden, wenn Fehrbellin in einigen Monaten vor Gericht eine Niederlage erleidet. Ob der Verein dann alle Spiele in der Kreisliga nachholen müsste, ist nur eine der offenen Fragen.

Wie berichtet, streiten der SV 90 und der Fußballkreis Prignitz-Ruppin als Teil des FLB darüber, ob der Verein wirksam auf seinen Aufstieg verzichtet hatte. Der SV 90 hatte am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 mit 3:2 bei Blau-Weiß Wusterhausen gewonnen und kam damit als Kreisliga-Dritter vor den Wusterhausenern ein - die aber als Vierter aufstiegen. Am Sonntag um 15 Uhr treffen in Fehrbellin erneut beide aufeinander.

Beim FLB will man mit Verweis auf das "laufende Verfahren" weiterhin keine Stellungnahme abgeben, sagte Rechtsanwalt Fred Kreitlow, der auch im FLB-Präsidium sitzt, dem RA. Geschäftsführer Michael Hillmann und sein Stellvertreter waren wegen Urlaubs nicht zu erreichen.

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