Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Wahlkampf
Barley ist spät dran

Michael Gabel
Michael Gabel © Foto: MOZ
Meinung
Michael Gabel / 19.09.2017, 18:56 Uhr
Berlin (MOZ) Merkwürdig ist es schon: Kurz vor der Wahl stellt Familienministerin Katarina Barley Pläne zur Besserstellung von Trennungsvätern vor. Als wäre das Problem, dass frisch getrennte oder geschiedene Väter zwar alle möglichen Pflichten, aber vergleichsweise wenige Rechte haben, nicht längst bekannt. Klar, es ist Wahlkampf. Da macht jeder noch einmal so gut auf sich aufmerksam, wie er kann. Besser wäre es aber gewesen, das Ministerium hätte die Ideen früher präsentiert.

Die Vorschläge gehen jedenfalls in die richtige Richtung. So ist es gut, Trennungsväter steuerlich zu entlasten, denn viele engagieren sich in der Kindererziehung genauso wie Väter, die bei der Familie leben. Und manche haben sogar höhere Kosten, weil sie eine Zweitausstattung für das Kind finanzieren müssen. Ebenso sinnvoll ist der Vorschlag, dass getrennt lebende Eltern zur Mediation verpflichtet werden. Beratungsgespräche können dazu beitragen, Wut und Hass zu kanalisieren. Und das ist vor allem im Interesse der Kinder sehr wichtig.

Nur darf es nicht passieren, dass unter zusätzlichen Väterrechten die Mütter leiden müssen. Barleys Vorschläge erscheinen in dieser Hinsicht ausgewogen. Nur wie und ob sie umgesetzt werden, ist so offen wie der Ausgang der Wahl. Michael Gabel

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Ralph Steinfeldt 21.09.2017 - 18:58:37

Väter hier und Familien dort

"viele engagieren sich in der Kindererziehung genauso wie Väter, die bei der Familie leben." Familie ist diesem Halbsatz entsprechend: Mutter mit Kind. Es ist schon nur noch unglaublich, mit welchem Selbstverständnis manche Kerle sich und Ihresgleichen Kleinreden.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG