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Ausgebüxtes Känguru nicht aus dem Zoo

Sicher untergebracht: Kängurus im Oderbruchzoo Altreetz.
Sicher untergebracht: Kängurus im Oderbruchzoo Altreetz. © Foto: MOZ/Heike Jänicke
Steffen Göttmann / 01.10.2017, 19:51 Uhr
Altreetz (MOZ) Im Raum Wriezen ist offensichtlich am Sonnabend ein Känguru ausgebüxt. "Das Tier stammt nicht von uns, sondern vermutlich aus einer Privathaltung", versicherte Peter Wilberg, Leiter des Oderbruchzoos Altreetz, am Sonnabendabend. Bei ihm seien bereits zahlreiche Anrufe eingegangen. Sogar das Polizeipräsidium in Potsdam habe sich gemeldet.

"Unsere Kängurus sind sicher untergebracht, von uns ist noch nie eines ausgerissen", betonte Wilberg. Zuletzt sei das in Australien beheimatet Beuteltier bei Metzdorf gesichtet worden. Die Tiere seien sehr flink. Nur eine Viertelstunde später könne das Tier wieder ganz woanders auftauchen. "Irgendwann wird es müde und sich einen Ruheplatz suchen", sagte der Zoochef.

Einfangen nur mit Narkosegewehr

Ansprechpartner seien in erster Linie die Polizei und das Ordnungsamt des Landkreises, das natürlich am Wochenende geschlossen ist. "Eingefangen werden kann das Tier nur mithilfe eines Narkosegewehrs", erklärte Wilberg. "Ist dies beim Landkreis nicht vorhanden sein, hat er an der falschen Stelle gespart", so der Zooleiter. 3000 Euro sollte die Verwaltung für ein Narkosegewehr übrig haben. Selbst tätig werde könne er nicht.

Völlig überflüssig sei es aber, das Tier zu schießen, warnte Peter Wilberg im Hinblick auf den Wisent-Abschuss. Gefährlich werden könne das Känguru nur dem Straßenverkehr, wenn es plötzlich auf die Fahrbahn hüpft und ein Autofahrer das Lenkrad verreißt. Sollte es eingefangen werden und sich der Besitzer nicht melden, sei der Zoo bereit, das Känguru aufzunehmen, erklärte Wilberg.

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