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Neutrebbiner Bürgermeister Mielenz präsentiert der Jury des Kreiswettbewerbes junges und lebendiges Dorf

"Das Beste liegt noch vor uns"

Herz der Gemeinde: Neutrebbins Wehrführer André Rechner (3 v.r.) stellte am historischen Spritzenhaus die freiwillige Feuerwehr mit ihren Einsatz-, Jugend- und Altersabteilungen vor.
Herz der Gemeinde: Neutrebbins Wehrführer André Rechner (3 v.r.) stellte am historischen Spritzenhaus die freiwillige Feuerwehr mit ihren Einsatz-, Jugend- und Altersabteilungen vor. © Foto: MOZ/Ulf Grieger
Ulf Grieger / 05.10.2017, 07:12 Uhr
Neutrebbin (MOZ) "Das Beste liegt noch vor uns", gab Bürgermeister Werner Mielenz das Motto vor, mit dem sich Neutrebbin am Mittwoch der Jury des 10. Kreiswettbewerbs "Dorf mit Zukunft" vorstellte. Zwei Stunden lang präsentierten sich Vereine und Einrichtungen des Kolonistendorfes.

Die Neutrebbiner sind wettbe-werbserfahren: Bereits vor 80 Jahren holten sie sich die Krone als "Gepflegtestes Dorf im Kreis Oberbarnim". 1994 und 1996 wurden sie Sieger im Kreiswettbewerb und zugleich Landessieger. 1998 folgte der 3. Platz beim Bundeswettbewerb. Nun wollen sie wieder Beste im Kreis werden. Dafür hatte die Gemeindevertretung alle Kräfte des Dorfes mobilisiert. Die Jury mit Karsten Radderkopp, Grit Körmer, Rafal Borowiak, Mike Berger und Christin Schütz wurde zunächst von Neutrebbiner Grundschülern herzlich begrüßt. Dann lud der Alte Fritz alias Dirk Hausdorf die Inspektionskommission in die Baustelle des künftigen Gemeindezentrums ein, in dem Ausstellungen über die 262-jährige Geschichte des größten Kolonistendorfes informieren. Hausdorf ist Vorsitzender der Interessengemeinschaft Alter Fritz, die sich die Traditionspflege auf die Fahnen geschrieben hat.

Amtsdirektor Karsten Birkholz und Bürgermeister Werner Mielenz berichteten von der wirtschaftlichen Kraft und dem Engagement der rund 100 Gewerbetreibenden in der Gemeinde, von den zahlreichen Initiativen wie dem Begrüßungsgeld für Neugeborene, der "Goldenen Hausnummer" und von der gewaltigen Protestbewegung gegen die Kohlendioxid-Verpressung.

Wie erfolgreich bürgerschaftliches Engagement und kommunale Unterstützung Hand in Hand gehen, das machte Werner Mielenz an Hand des Baus der BMX-Radstrecke deutlich, die jetzt sogar von den Kindern, die die Idee dafür hatten, selber gepflegt wird. Oder an Hand der Minigolfanlage, die aktuell mit Fleiß ehrenamtlich aufgebaut wird, während die Gemeinde nur Materialkosten zu tragen hat. Oder mit der Initiative, mit der die Neutrebbiner an den 70. Jahrestag der Überschwemmung des Dorfes beim Hochwasser 1947 erinnerten. Da wurde der Wasserstand von damals eingemessen und markiert. Mielenz schwärmte von den Möglichkeiten, die das künftige Gemeindezentrum nach dem Innenausbau für weitere Initiative bietem werde.

Carola Kleinert berichtete, dass die 18 Vereine in Neutrebbin 668 Mitglieder haben, die sich ehrenamtlich engagieren. Einiges davon wurde während des Rundgangs präsentiert. Ebenso wie die Bildungseinrichtungen, die Amtsdirektor Karten Birkholz vorstellte. Als Birkholz vom Jobkarussell der Oberschule berichtete, das seit zwölf Jahren die Oberschüler mit den Möglichkeiten einer Ausbildung in der Regie vertraut macht, stellte Jurymitglied Karsten Radderkopp eine der wenigen Nachfragen der Jury. Er wollte die Erfolgsbilanz dieses Jobkarussells wissen. "Wir erreichen damit, dass viele Zehntklässler schon zum Jahresende wissen, wo sie lernen werden", erklärte Birkholz.

Mit einem Kleinbus, den der Wuschewierer Gemeindevertreter Karl-Ernst Ulbrich steuerte, wurde den Jurymitgliedern gezeigt, dass die Neutrebbiner Grundstücke nicht nur schöne Fassaden, sondern auch ebensolche Gärten haben und wo die Betriebe ansässig sind.

Heute inspiziert die Jury ab 9 Uhr Zechin und ab 13 Uhr Trebnitz, am Freitag ab 9 Uhr dann Golzow und ab 13 Uhr Gusow-Platkow.

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