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Erste Weihnachtsmärkte verwöhnten am Wochenende in den Dörfern die Besucher / Weihnachtsmann auf Stippvisiten

Weihnachtsmärkte
Festliche Lieder und schöne Düfte

Kerstin Unger / 04.12.2017, 06:45 Uhr - Aktualisiert 04.12.2017, 07:23
Frauenhagen (MOZ) Mit viel Liebe und Eifer haben Vereine, Einwohner und Einrichtungen in vielen Orten die ersten Adventsveranstaltungen vorbereitet. Es wurde gesungen, gegessen, getrunken, gebastelt und etwas für den guten Zweck getan.

Die Vielfalt an Veranstaltungen war am ersten Adventswochenende riesig. Und jeder Veranstalter fand sein dankbares Publikum, ob bei den Konzert in der Altkünkendorfer, der Dobberziner und der Polßener Kirche oder beim alljährlichen Weihnachtsmarkt in Heinersdorf.

In Frauenhagen wurde am Sonnabend der Weihnachtsbaum auf dem Brunnenplatz aufgestellt. Danach ging es in die Kirche zum Konzert, wo es eine Überraschung gab. Der Gemischte Chor Frauenhagen bekam Unterstützung durch den Berkholzer Chor. Anschließend wurde die Kaffeetafel eröffnet. Frauen aus dem Ort hatten fleißig Kuchen gebacken. Der wurde in der Winterkirche und in den Kirchenbänken verspeist, die zum Teil über abnehmbare Tische für solche Zwecke verfügen. Gerd und Karl Schneider waren vor 30 Jahren die Initiatoren. "1978 wurde das Kirchendach gemacht. Pfarrer Fichtmüller hat dann für die Helfer einen ausgegeben. Es wurde Platz zum Abstellen der Gläser gebraucht", erzählte Gerd Schneider. Noch heute werden die Tische benutzt. So muss man nicht draußen frieren. Vor der Kirche wurde später im Zelt weitergefeiert - mit Glühwein und Bratwurst.

Pünktlich um 14 Uhr wurde am Sonnabend in Casekow die Adventszeit eingeläutet. Die klingenden Glocken der Dorfkirche erinnerten an das beginnende Krippenspiel. Die Kinder der Christenlehre führten die Weihnachtsgeschichte auf. Danach folgten die Casekower dem Duft von Glühwein, Waffeln und anderen Leckereien auf den Hof der Familie Kuchenbecker. Festlich geschmückte Buden und eine knapp 20 Meter hohe Weihnachtstanne erweckten die ersten Weihnachtsgefühle.

Als vollen Erfolg bezeichnet Renate Pintschovius den ersten Weihnachtsmarkt, der auf dem Gelände der Kindertagesstätte Abenteuerland in Tantow stattgefunden hat. Mit solch einem Andrang hätte sie nicht gerechnet, erzählt die Kita-Leiterin weiter. Über 200 Besucher waren dem Duft von Plätzchen und Punsch gefolgt. Auch der Weihnachtsmann ließ sich blicken und wurde direkt von den Kindern umzingelt. Fleißig sagten die Jüngsten Gedichte auf, sangen Knecht Ruprecht ein Weihnachtslied vor. Als Belohnung griff der Mann mit dem Rauschebart auch in seinen mitgebrachten Geschenkesack, Plüschtiere, Schokolade oder Notizhefte wurden verteilt. Die Rute wurde nur für besonders unartige Erwachsene herausgeholt.

Ganz Landin schien sich am Sonnabendnachmittag auf dem Gutshof versammelt zu haben. Die Feuerwehr hatte wie immer mit den anderen Vereinen des Ortes zum Adventsmarkt eingeladen. Die Fahrzeuge wurden ausgelagert. Im Depot wurde Kaffee getrunken, gebastelt und erzählt. Draußen grillten Mitglieder des Dorfvereins Bratwürste und die beliebte Jadgwurst. Andere Vereinsmitglieder bastelten mit Kindern Gestecke. Die Jäger schenkten Gulasch aus, die Angler Glühwein. Der Weihnachtsmann kam mit der Kutsche vorbei und verteilte Beutel an die Kinder. Mit viel Beifall bedacht wurden auch wieder die Kinder aus der Kita Schlumpfhausen für ihr schönes Weihnachtsprogramm. Wie öfter in Landin wurde auch Trödel verkauft. Floristin Gesine Czerwinski bot Gestecke und Weihnachtsdeko an.

Die Landiner Jugendfeuerwehr machte besonders auf sich aufmerksam. Die neunjährige Leonie Grösch und Lisa-Marie Schwantes, die die Jugendwehr leitet, hatten Stullen mit selbstgemachter, duftender Blut- und Leberwurst geschmiert. Ihnen ging es aber nicht nur um Einnahmen an diesem Tag. Sie wollten auf die Aktion "Krümel hilft" der Bäckerei Steinicke aufmerksam machen, an der sie sich beteiligen. 1000 Euro winken für die Landiner Jugendfeuerwehr, wenn sie viele Stimmen auf den Listen bekommen, die ab heute in den Filialen ausliegen. "Man braucht nur ein Kreuz machen wie bei der Wahl", sagt Wehrführer Wolfgang Grösch. "Das Geld können wir gut gebrauchen. Wir wollen nächstes Jahr wieder ins Zeltlager fahren."

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