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Verkauf eines Doppelgrundstücks abgelehnt

Grundstücksverkäuf
Rüdersdorf will mehr Bauwillige fördern

Margrit Meier / 15.12.2017, 06:00 Uhr
Lichtenow (MOZ) Verschenkt die Gemeinde Geld? Oder möchte sie vielen Menschen die Chance auf den Bau eines Eigenheimes geben? Wer der Diskussion um die Vergabe von Grundstücken nach öffentlicher Ausschreibung in der jüngsten Gemeindevertretung lauschte, konnte beide Argumentationslinien hören.

Die Verwaltung hat im Sommer dieses Jahres zwei Grundstücke - 963 und 194 - in der Lichtenower Straße Zum Bruch angeboten. Beworben haben sich sieben Interessenten. Zum Schluss blieben noch drei Bewerber übrig, von denen einer unbedingt beide Grundstücke kaufen und zusammenführen wollte. Zwei Bewerber haben sich ausschließlich für das Grundstück 963 interessiert und geboten.

Die Zusammenführung beider Grundstücke ist gescheitert. Denn die Verwaltung und auch der Ortsbeirat um Ortsvorsteher Herbert Peschke (UBB/HWg) haben genau dieses Ansinnen abgelehnt. "Dieses Angebot sollte unberücksichtigt bleiben, da beide Grundstücke jeweils mit einem Einfamilienhaus bebaut werden können und sollen", heißt es in der Begründung. Thomas Zinke (FVG/BfB/RUAK) sagte, er sei damit nicht einverstanden. Der Interessent habe für beide Grundstücke einen weitaus höheren Preis geboten. Detlef Adler (Linke) wollte wissen, ob es rechtlich zwingend sei, dass beide Grundstücke je mit einem Haus bebaut werden. Bau-Fachbereichsleiter Robert Knobloch: "Wir wollen möglichst vielen Bauwilligen einen Bauplatz anbieten. Das haben wir uns als Selbstbindung aufgelegt", antwortete er.

Auch im Finanzausschuss, sagte Vorsitzender Norbert Pose (CDU), habe man darüber diskutiert. Es bestehe kein zwingender Grund, nun auf Teufel komm raus beide Grundstücke zu veräußern. Vielleicht steige ja der Ertrag nächstes Jahr, wenn das Areal 194 erneut angeboten werde.

Und auch Robert Knobloch mahnte, daran zu denken, was schwerer wiege, eine kurzfristige Liquidität oder aber neue Bürger. Ersteres sei nicht vorrangiges Interesse der Gemeinde. Eine große Mehrheit der Gemeindevertreter stimmte dem Verkauf des 847 Quadratmeter großen Grundstücks für 38 500 Euro zu.

Der Erwerber wird im Kaufvertrag verpflichtet, innerhalb von fünf Jahren ein Einfamilienhaus darauf zu bauen.

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