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Im Januar wird der Trainings- und Veranstaltungsbetrieb im sanierten ehemaligen Dorfkonsum wieder aufgenommen

Vor Wiedereröffnung
Mehrzweckgebäude umfassend saniert

Fertig und bezugsbereit: Vereinschef Marcel Assmann und Nachbarin Bärbel Lehmann, die in der Frauensportgruppe trainiert, vor dem neuen Sport- und Veranstaltungsgebäude.
Fertig und bezugsbereit: Vereinschef Marcel Assmann und Nachbarin Bärbel Lehmann, die in der Frauensportgruppe trainiert, vor dem neuen Sport- und Veranstaltungsgebäude. © Foto: MOZ/Irina Voigt
Irina Voigt / 21.12.2017, 06:15 Uhr
Lichtenow (MOZ) Das Mehrzweckgebäude in Lichtenow wurde im zurückliegenden Jahr umfassend saniert und vom Dach bis zur Heizungsanlage modernisiert. Die Gemeinde und der nutzende Sportverein investierten mit Hilfe von Fördermitteln insgesamt 325 000 Euro.

Fertig. Kurz vor Jahresende haben die letzten Handwerker das alte Konsumgebäude in Lichtenow verlassen. Nur kleine bunte Klebezettelchen zeigen, wo noch nachgebessert werden muss. "Das sind ganz normale Dinge, Kleinigkeiten", sagt Marcel Assmann dazu. Hier eine sicherere Halterung für die Heizungsrohre im Trainingsbereich, dort ein wackelnder Lichtschalter - dann sei alles zur Zufriedenheit des Dokansport-Vereinschefs Marcel Assmann und des Ortsvorstehers Herbert Peschke erledigt.

Fünf Jahre hat es gedauert bis hierher. Viele Diskussionen wurden in den Gremien geführt: Ob es denn nötig wäre, für das kleine Lichtenow so tief in die Haushaltskasse zu greifen? Ob man dafür eventuell das Gemeindebüro schließen könnte und dergleichen. Das ist nun vergessen angesichts des schmucken Gebäudes, das aus dem ofenbeheizten schäbigen die Jahre gekommenen Dorfkonsum geworden ist.

An der zu DDR-Zeiten gebauten kleinen Dorfkaufhalle waren nicht die besten Materialien verwendet worden, musste man feststellen. Nun gibt es große, moderne Fenster - und mehr als zuvor -, eine Gasheizung wurde eingebaut, neue Elektroanlagen - alles auf Energiesparen ausgerichtet - und endlich auch vernünftige und behindertengerechte Sanitäreinrichtungen. Es gab zudem Brandschutzauflagen umzusetzen und Arbeitsschutzrichtlinien zu beherzigen. Der Hauptraum wurde links und rechts um je 3,20 Meter verbreitert. Die zuvor rund 70 Quadratmeter große Trainingsfläche wuchs auf 100 Quadratmeter. Dafür wurde eine Trennwand im Inneren abgerissen, Türen versetzt und neue eingebaut. Auch einen sicheren Raum für die Veranstaltungstechnik gibt es nun.

Die Sportler, die während der Bauphase nach Herzfelde in die Turnhalle ausweichen mussten, freuen sich auf die Rückkehr an ihren angestammten Trainingsort. Und natürlich schätzen die Lichtenower die kurzen Wege zum Training. "Ich wohne gleich nebenan", sagt Bärbel Lehmann, die in der Frauensportgruppe trainiert. "Als die Bauarbeiter raus waren, musste ich meine Vereinsmitglieder nicht lange zum Putzeinsatz bitten", sagt Assmann. Und da war natürlich auch Bärbel Lehmann mit von der Partie.

Assmann hat für alles rund um das der Gemeinde gehörende Gebäude den Hut auf. Das ist zwar auch vorher schon so gewesen, aber das bislang schon gute Miteinander im Dorf werde nun vertraglich abgesichert, um auch rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen, erklärt er. Denn die Anlagen stünden der kommunalen Kita jederzeit kostenfrei für Sport, Spiel und Veranstaltungen zur Verfügung, sagt Assmann und auch, dass er sich auf neue Sportfreunde freue, für die nun Platz wäre.

Im Sportverein trainieren derzeit 70 Mitglieder. "Wir haben eine Warteliste, auf der 30 Leute stehen", sagt Assmann. "Mit der Wiedereröffnung im Januar können die nun endlich auch in den Verein aufgenommen werden." Dann könnten auch weitere Kurse ins Angebot aufgenommen werden, wie Selbstverteidigung oder Rehasport. "Auch tanzen werden wir hier wieder können", sagt Assmann. Dafür werden dann die neuen Matten, die im kommenden Jahr auf der Einkaufsliste des Vereins stehen, zusammengerollt und weggepackt. Platz dafür wurden bei den Umbauarbeiten auch dafür geschaffen.

Noch sind die Wände nur weiß. "Das wird sich ändern", sagt Assmann. An die Stirnwand soll ein zum Konzept des Sportes passendes Wandbild mit Bambuspflanzen und Lichteffekten gemalt werden. Diese Motive werden sich ebenso an anderen Wänden und Türen des Hauses wiederfinden.

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