Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Abstiegskampf
Glaube an ein Wunder fehlt

Befreiungsschlag verpasst: Auch im Kellerduell gegen Michendorf blieben die erhofften Punkte im Abstiegskampf für das Team um Torsten Reschke und Rico Thiedemann (von links im Block) aus.
Befreiungsschlag verpasst: Auch im Kellerduell gegen Michendorf blieben die erhofften Punkte im Abstiegskampf für das Team um Torsten Reschke und Rico Thiedemann (von links im Block) aus. © Foto: MZV/Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 15.01.2018, 20:35 Uhr
Lindow (MZV) Haben die Volleyballer des SV Lindow-Gransee III schon aufgegeben oder nicht? "Jein", sagt Kapitän Torsten Reschke. "Aber wir müssen realistisch bleiben. Es sind zwar noch viele Punkte zu vergeben, aber um den Abstieg in die Landesklasse noch abwenden zu können, bräuchten wir schon ein Wunder." Die beiden Heimniederlagen am Sonnabend ließen die Stimmung gänzlich in den Keller plumpsen.

Reschke sprach von großen Schwankungen in den Sätzen und was die Leistungen der Spieler betrifft. Somit reichte es nicht einmal zum vermeintlichen Pflichtsieg gegen den bis dato Tabellenletzten VV Michendorf. Die 1:3-Niederlage sorgte bei den Grün-Weißen dementsprechend für enttäuschte Mienen. Und gegen den SC Potsdam II verlor das Heimteam anschließend glatt mit 0:3 (17:25, 23:25, 20:25).

"Den Druck, gewinnen zu müssen, haben wir uns nun selbst genommen", erklärte Reschke mit Blick auf die verbleibenden zehn Partien. Klar sei es möglich, noch 30 Punkte zu holen, aber das wäre utopisch. Die Planungen für die Landesklasse haben bereits begonnen. Direkt nach dem Heimturnier gab es eine interne Teamsitzung. "Wir werden in der Landesklasse definitiv ein Team stellen. Das steht fest", gab Reschke den einhelligen Tenor der Aussprache wieder. "Wie der Kader dieses Teams hingegen aussehen wird, das wird sich in den kommenden Wochen und Monaten erst herauskristallisieren."

Die Dritte des SV Lindow-Gransee habe das Projekt Landesliga gewagt und angenommen. Um auch wirklich Bestehen zu können, hat das Potenzial aber nicht gereicht. Oder wurde es nur nicht abgerufen? "Es gibt viele Faktoren", betont Reschke. Vor allem fehlt laut seiner Analyse das gemeinsame Training. Jeder einzelne bringe sich zwar ein, aber die Feinheiten im Spiel, die Dinge, die schließlich auf höherem Niveau wie die Landesliga die Punkte bringen, fehlen.

Das wurde auch am Sonnabend wieder deutlich. Im Kellerduell gegen Michendorf legten sich die Lindower zudem selbst zu viel Druck auf. Reschke: "Das ging in die Hose." Besagte Schwankungen waren in allen vier Sätzen erkennbar - 21:25, 25:22, 21:25, 20:25). Trainer Torsten Spiller probierte viel, doch es kam keine Konstanz ins Lindower Spiel.

Auch gegen Potsdam hatten sich die Gastgeber mehr ausgerechnet. "Wir wollten sie weitaus mehr ärgern, als es uns schließlich gelungen ist", blickt der Kapitän zurück. Dafür hätten aber alle eine starken Tagesform haben müssen. Das war nicht der Fall. "Wir konnten nicht im Ansatz das abrufen, was wir in der Heimhalle schon des Öfteren zeigen konnten."

Für die ausstehenden Partien, jetzt, da der Klassenerhalt in weiter in Ferne gerückt ist, soll der Spaß im Vordergrund stehen. Reschke: "Gut spielen, ganz ohne Druck", so wollen wir die restlichen Spiele angehen."

SV Lindow-Gransee III: Jesco Genzmer, Thiedemann, Reinisch, Dehn, Reschke, Rohn, Vogt, Miethling, Tamm, Petermann

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG