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Ortsrundgänge mit dem Revierpolizisten Heiko Beyer in Lüdersdorf und Biesdorf / Auch Wriezens Bürgermeister Karsten Ilm dabei

Ortsrundgang
Straßenschäden bereiten größte Sorgen

Anett Zimmermann / 22.01.2018, 07:18 Uhr
Lüdersdorf/Biesdorf (MOZ) Seit August ist Wriezens Revierpolizist Heiko Beyer auf Tour durch die Ortsteile. Am Sonnabend standen nun Lüdersdorf und Biesdorf auf seinem Programm.

In Altwriezen/Beauregard, Schulzendorf und Haselberg war Heiko Beyer bereits. Das hatten die Lüdersdorfer und Biesdorfer, die am Sonnabend zu den Gemeindehäusern kamen, mitbekommen. Die anderen fünf Wriezener Ortsteile und die Kernstadt fehlen noch. Und dort will der Revierpolizist ebenfalls einen Rundgang anbieten.

"Vielleicht wiederholen wir das Ganze in zwei Jahren", meinte er auf konkrete Nachfrage in Biesdorf. Ihm sei es wichtig, Kontakt zu halten und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, aber Vorkommnisse, die seine Anwesenheit dort erfordern, seien eher selten. Ortsvorsteherin Sylvia Wesolek freute sich dennoch über den gemeinsamen Spaziergang, zu dem nicht nur zu ihrer Überraschung auch Wriezens neuer Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) gekommen war.

"Das ließ sich heute ganz gut einrichten", erklärte dieser und machte sich auf seinem Smartphone dann immer wieder auch Notizen. Das wiederum hatte Gerd Woike, der unter anderem auf den desolaten Zustand der Grünstraße aufmerksam machte, offenbar nicht mitbekommen und zwischendurch darüber gestaunt, was sich der Bürgermeister alles merken will. Ging es doch um nicht abfließendes Regenwasser hier, große Löcher dort oder noch dazu, zu schälende Bankette, vermeintlich falsch stehende Schilder, defekte Straßenlampen, Risse im Asphalt, notwendigen Baumschnitt oder auch die Löschteiche. Und so frotzelte einer der Männer in Biesdorf, wessen Ortsrundgang das eigentlich sei - der des Revierpolizisten oder des Bürgermeisters. Die beiden wiederum waren sich einig, dass die Anwesenheit des jeweils anderen eine gute Sache ist.

Sorgen bereitet den Bewohnern auch in Lüdersdorf der bevorstehende Bau der Europäischen Gas-Anbindungsleitung (EUGAL), für den bereits erste Lagerplätze in der Region eingerichtet werden. "Dafür sind unsere Straßen doch gar nicht ausgelegt", hieß es gleich mehrfach, verbunden mit der Frage, ob und wie die Stadt auf die Transportwege Einfluss nehmen kann.

Die Behebung der Straßenschäden, zu der auch in Lüdersdorf der überwiegende Teil der Hinweise kam, sei immer eine Geldfrage, erläuterte Karsten Ilm, der selbst Erfahrungen aus dem Straßenbau mitbringt. Die Stadt könne die Aufgabe allein aber nicht stemmen. Doch sobald es konkreter werde, komme aus den Reihen der Anwohner immer wieder die Antwort, dass ihnen der grundhafte Ausbau, an dem sie sich finanziell beteiligen müssten, zu teuer sei. "Viele sagen, dass sie ihr Grundstück dann nicht mehr halten können", sagte der Bürgermeister und will sich dem Argument mit Blick auf die Kaufkraft in der Stadt und ihren Ortsteilen nicht verschließen. Deshalb werde seitens der Stadtverwaltung auch immer nach Förderprogrammen geschaut. Wie dann gebaut wird, bestimme aber der Geldgeber, etwa mit festgelegten Straßenbreiten. Und damit ebenfalls nicht immer zur Zufriedenheit der Bürger, wie an diesem Tag in Lüdersdorf festgestellt wurde.

Dort waren unter anderem noch die nach wie vor nicht behobenen Sturmschäden im Park angesprochen worden. Dieser stehe unter Denkmalschutz, bat Karsten Ilm erneut um Geduld. Für das am Abend anstehende Weihnachtsbaumverbrennen habe ein Bereich am Dorfteich inzwischen ja beräumt werden können. Auch der Spielplatz am Gemeindehaus ist seit einigen Tagen wieder nutzbar.

Das Angebot der Freiwilligen Feuerwehr für einen Einsatz im Park nahm der Bürgermeister gern mit. Unter Anleitung und in Absprache mit den zuständigen Stellen stünde dem wohl nichts entgegen. Mitnehmen konnte Ilm zudem den Vorschlag, dass die Lüdersdorfer im Sommer in Eigenregie den kleinen Vorplatz am Gemeindehaus umgestalten wollen - mit einer behindertengerechten Rampe.

Ortschronistin Ulrike Gleisner hatte am Giebellaubenhaus in der Lüdersdorfer Dorfstraße bedauert, dass das einst als Postfuhramt genutzte und inzwischen zum Teil eingestürzte Gebäude wohl vor dem Abriss steht. Es sei nicht mehr als Denkmal eingestuft, sagte sie und hatte für Ortsvorsteherin Stefanie Will auch eine Mappe mit handschriftlichen Aufzeichnungen mitgebracht. Schließlich will Lüdersdorf 2021 sein 750-jähriges Bestehen feiern.

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