Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Marienwerder beschließt Einsatz der Mittel aus dem Infrastrukturfonds des Kreises

Sanierung
Hoffnung für Rosalienstraße

Pfützen-Landschaft und Matsch: Nadeshda Buchwald, Hans-Joachim Schmidt und Gerd Bunke.(v.l.) ärgern sich schon lange über den Zustand der Rosalienstraße in Sophienstädt
Pfützen-Landschaft und Matsch: Nadeshda Buchwald, Hans-Joachim Schmidt und Gerd Bunke.(v.l.) ärgern sich schon lange über den Zustand der Rosalienstraße in Sophienstädt © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 01.02.2018, 06:00 Uhr
Sophienstädt (MOZ) Der Ausbau der Rosalienstraße in Sophienstädt soll mit Mitteln des Kreises aus dem Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums finanziert werden. Dies hat die Gemeindevertretung von Marienwerder einstimmig beschlossen.

Der Ausbau der Rosalienstraße in Sophienstädt ist dringend geboten. Anwohner klagen über tiefe Schlaglöcher in der Fahrbahn und viel Matsch. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung machten mehrere Anwohner ihrem Unmut Luft. Von manchem Autofahrer werde auf den Zustand der Fahrbahn nur wenig Rücksicht genommen. Das Matschwasser spritze bis an die Hauswände. Lieferfahrzeuge und Transporter würden derart schnell durch die Schlaglöcher fahren, dass die Wände der Häuser erzittern, schon Risse bekämen und die Gläser in den Schränken wackelten. Betroffen seien rund 40 Einwohnergrundstücke sowie 25 Wochenend-Bungalows.

Bereits vor mehreren Jahren hatte es für den Ausbau der Rosalienstraße Pläne gegeben. Da jedoch keine Einigung über Art und Weise und Umfang des Ausbaus der Straße gegeben habe, wurden zunächst andere Projekte realisiert. In der Rosalienstraße tat sich bis heute nichts.

Mit Hilfe der Investitionsmittel für die Entwicklung der Infrastruktur im ländlichen Raum, die der Kreistag in seiner letzten Sitzung im vergangenen Jahr beschlossen hat, soll dieses Problem jetzt gelöst werden. Für den gesamten Amtsbereich Biesenthal-Barnim stehen aus diesem Fonds zwei Millionen Euro zur Verfügung, wie Amtsdirektor André Nedlin informierte. Die Gelder werden anteilsmäßig auf die Kommunen verteilt, so dass für die Gemeinde Marienwerder 287000 Euro zur Verfügung stehen. Es gebe noch keine Richtlinien, nach der die Gemeinden ihre Projekte auswählen können, die Vorschläge müssen jedoch bis zum 28. Februar eingereicht werden. Realisiert werden sollen die Maßnahmen bis 2020.

Der Vorschlag der Amtsverwaltung für die Verwendung der Mittel, so Nedlin, ziele an erster Stelle auf die Rosalienstraße. Sie sei bereits vermessen und es gebe eine Planung dafür. Es sei mit Kosten in Höhe von etwa 400000 Euro einschließlich der Entwässerung zu rechnen. Die erste Hälfte davon könnte durch die Infrastrukturmittel abgesichert werden. Die verbleibenden 200000 Euro würden durch die Straßenausbaubeiträge der Anlieger abgedeckt. In Marienwerder beträgt der Anteil 50 Prozent. Unterm Strich blieben noch 87000 Euro, die für die Dachsanierung des kommunalen Wohnhauses am Fließ vorgesehen werden.

Dass es noch Möglichkeiten gebe, die Kosten für die Straße zu minimieren, darauf wies Harald Berndt (Gemeinsam für Marienwerder) hin. Er hoffe auf eine deutliche Mehrheit der Anwohner für den Ausbau, so Bürgermeister Mario Strebe. Dirk Büttner wies darauf hin, dass nach dem Ausbau der Rosalienstraße dort keine Unterhaltungsmaßnahmen mehr anfallen. Das eingesparte Geld könnte für andere Straßen mit ähnlich schlechtem Zustand genutzt werden.

Nach der Einwohnerversammlung zum Thema Kanalsanierung am 14. Februar um 18 Uhr in der Sporthalle Marienwerder soll es eine Infoveranstaltung für Anlieger der Rosalienstraße geben.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG