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Zehn Jahre Rucksackkino in Lichtenow / Gemeinde bedankt sich bei Organisatoren

Jubiläum
Zehn Jahre Rucksackkino in Lichtenow

Jens Sell / 26.03.2018, 07:00 Uhr
Lichtenow (MOZ) Das Rucksackkino ist zehn Jahre alt geworden. Anlass für den Lichtenower Ortsbeirat, sich bei den Organisatoren mit einem Präsentkorb zu bedanken. Beim gut besuchten Fest wurden der Animationsfilm „Hop“ gezeigt und die neuen Maskottchen getauft: Lotta und Fred.

Der Versammlungsraum im Gemeindezentrum Lichtenow war sehr gut gefüllt am Freitagabend. „Wir mussten noch Stühle hinzuholen“, sagt Ortsvorsteher Herbert Peschke. Schließlich waren es 19 Kinder ganz unterschiedlichen Alters, meist mit Mutter und/oder Vater, auch eine Oma und ein Opa waren dabei. Dass es am Freitag so viele Besucher waren, war Zufall. Schließlich hatten sich Herbert Peschke und Joachim Schulz vom Ortsbeirat für die Organisatoren eine Überraschung ausgedacht: „Unser Rucksackkino für die Kinder gibt es nämlich seit zehn Jahren“, erzählt der Dorfschulze, „deshalb wollen wir uns heute bei Anita Herrmann und Mario Reimann mit einem Präsentkorb bedanken.“ Mario Reimann ist der Jugendkoordinator der WIBB gGmbH für die Gemeinde Rüdersdorf und bringt mit seinem DVD-Player und dem Beamer einmal im Monat das Kinderkino ins Dorf.

Am Freitag war es passenderweise der Osterfilm „Hop – Osterhase oder Superstar?“, eine Mischung aus Animations- und Realfilm aus den USA. „Und Anita Herrmann ist die gute Seele unseres Gemeindezentrums“, sagt Herbert Peschke, „sie bereitet hier alles vor, die Kinder finden Getränke vor und etwas zum Knabbern, so wie sie es gern  haben beim Filmegucken.“ Tatsächlich hat die rührige Ehrenamtlerin die große Tafel, um die sie alle sitzen – die Kinder in der ersten, die Erwachsenen in der zweiten Reihe –, liebevoll eingedeckt und ausstaffiert.

Als der Ortsvorsteher dann unvermittelt den Film anhalten lässt und eine kurze Pause verkündet, sind alle ein wenig überrascht. Doch als er erzählt, dass es nun schon seit zehn  Jahren das Rucksackkino gibt und der Ortsbeirat sich deshalb bei den beiden Organisatoren bedanken möchte, gibt es spontanen Applaus.  Die Freude steht den beiden ins Gesicht geschrieben, als sie die üppigen Körbe überreicht bekommen.

Anita Herrmann nutzt die Gelegenheit gleich, um eine große Schachtel herbeizuziehen und zwei gebastelte Figurinen hochzuhalten: „Das sind unsere Maskottchen, und wir hatten euch ja gebeten, Namen für sie auszudenken, die wir heute ziehen wollen.“ Die Kinder sind gespannt, denn in der Schachtel liegt ein stattlicher Haufen gefalteter Zettel.  Mario Reimann greift rein und hält einen hoch: „Lotta und Fred“, liest er vor. Wieder klatschen Kinder und Erwachsene. Auch Josefine findet die Namen o.k., die Dreizehnjährige kommt mit einigen Jugendlichen aus der Nachbarschaft so oft wie möglich zum Rucksackkino. „Ich hab’s bloß 200 Meter weit, bequemer geht’s nicht“, sagt sie. Sie lehnt sich zurück, und Mario Reimann lässt die eingefrorenen Bilder wieder laufen. Der Rekord in den zehn Jahren waren übrigens 26 Kinder, aber einmal saßen sie auch nur zu fünft. Die Kinder kommen nicht nur aus Lichtenow, sondern auch aus Herzfelde und Hennickendorf, Kagel, Kienbaum und Grünheide, sogar aus Spreeau auf Verwandtenbesuch.

Die Abenteuer des lustigen Osterhasen, der eine Musikerkarriere anstrebt und dabei das Leben eines gewissen realen Menschen Fred ins Chaos stürzt, amüsieren Groß und Klein in Lichtenow. Einmal im Monat am Freitagabend rücken sie zusammen, bestimmt weitere zehn Jahre.

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