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Kolonistendorf bereitet sich mit Lückenschluss in seinem Wahrzeichen auf Ausweisung als Kulturerbe-Ort vor

Baumpflanzungen
Lückenschluss in Rekord-Allee

Für Neubarnims Lindenallee: Mitarbeiter der Baumschule Appel aus Waldsieversdorf pflanzen 100 Winterlinden, um die längste Lindenallee Brandenburgs wieder zu schließen.⇥
Für Neubarnims Lindenallee: Mitarbeiter der Baumschule Appel aus Waldsieversdorf pflanzen 100 Winterlinden, um die längste Lindenallee Brandenburgs wieder zu schließen.⇥ © Foto: Ulrich Seifert-Stühr
Ines Weber-Rath / 28.03.2018, 06:15 Uhr - Aktualisiert 28.03.2018, 07:47
Neubarnim (MOZ) Im kleinen Letschiner Ortsteil steht ein Brandenburger Rekord – die mit 2,4 Kilometern längste Lindenallee im Land. Doch in ihr klaffen etliche Lücken. Das ändert sich derzeit. Im Auftrag der Gemeinde Letschin und des Landkreises Märkisch-Oderland pflanzen Mitarbeiter der Baumschule Appel aus Waldsieversdorf 100 Winterlinden.

Damit bereitet sich das zwischen 1754 und 1756 als Straßenangerdorf errichtete Kolonistendorf auf seine Ausweisung als Kulturerbe-Ort im Oderbruch vor. Am 7. Juli soll es so weit sein. An dem Tag laden die Neubarnimer unter Leitung ihres rührigen Ortsvorstehers Ulrich Seifert-Stühr ab 14 Uhr an die längste Kaffeetafel des Oderbruchs und am Abend zum Tanz mit der Country-Rock-Band Happy Texas.

Durch die Lückenbepflanzung mit den jungen Winterlinden soll die Neubarnimer Lindenallee ihre historische Gestalt wieder bekommen und als Wahrzeichen des Oderbruchdorfes erhalten bleiben.

In Neubarnim waren in der Mitte des 18. Jahrhunderts auf 2368 Morgen trockengelegtem Bruch-Land 91 Kolonistenfamilien angesiedelt worden. Sie kamen vorwiegend aus dem Salzburger Land oder waren bayrische Pfälzer, die eine neue Heimat suchten und sie im Oderbruch fanden. Als Kulturerbe-Ort weist das Oderbruch Museum Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur – Orte im Oderbruch aus, die die 300 Jahre alte Kulturlandschaft auf besondere Weise repräsentieren und erlebbar machen. Zu den bereits ausgewiesenen Kulturerbe-Orten gehören das Buschdorfer Korbmachermuseum und die Heimatstube in Friedrichsaue.

Die Ausweisung der Erbe-Orte erfolgt im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Antrags auf Zuerkennung des europäischen Kulturerbe-Siegels fürs Oderbruch. ⇥(ir)

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