Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fürstenwalder Zweckverband investiert bis Ende Juli rund 335 000 Euro im Zeschdorfer Ortsteil

Wasser
Neue Rohre für Döbberin

Ab in den Graben: Sigmund Simon, Baggerfahrer Frank Poltorak und Maik Rodewald (v.r.) von der Fürstenwalder Helmut Schmidt GmbH bringen im Auftrag des Fürstenwalder Wasserverbandes neue Wasserleitungen in Döbberin in die Erde.
Ab in den Graben: Sigmund Simon, Baggerfahrer Frank Poltorak und Maik Rodewald (v.r.) von der Fürstenwalder Helmut Schmidt GmbH bringen im Auftrag des Fürstenwalder Wasserverbandes neue Wasserleitungen in Döbberin in die Erde. © Foto: Johann Müller
Ines Weber-Rath / 21.04.2018, 07:00 Uhr
Döbberin (MOZ) Im kleinen Zeschdorfer Ortsteil wird derzeit die größte Investition im Lebuser Revier des Fürstenwalder Wasserverbandes in diesem Jahr verwirklicht: Bis Ende Juli kommen für rund 335 000 Euro neue Wasserleitungen in die Erde.

Die Döbberiner Trinkwasserleitungen halten den Altersrekord im Raum Lebus. Zumindest, was die sogenannten Asbestzementrohre, kurz AZ-Leitungen, betrifft. „Das Ortsnetz stammt aus den 50-er Jahren“, sagt Marlies Görsdorf, die Technische Geschäftsführerin des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (ZVWA).

Die normative Nutzungsdauer solcher Rohre beträgt 40 Jahre. Danach ist der Austausch zwar nicht sofort zwingend erforderlich. Aber jetzt ist es an der Zeit. Das haben die Döbberiner und Verantwortlichen im Wasserverband in den vergangenen Jahren  durch die sich häufenden Rohrbrüche erfahren.

Am 10. April sind die Tiefbauarbeiter aus der Fürstenwalder Helmut Schmidt GmbH in Döbberin angerückt, die im Auftrag des ZVWA fast im ganzen Dorf neue Wasserleitungen verlegen. Fast, weil der Lietzener Weg zunächst ausgenommen ist. Dort gebe es nur noch zwei Hausanschlüsse. Um unnötige Kosten zu vermeiden, wolle man die Entwicklung erst abwarten, erklärt Marlies Görsdorf.

Auf mehr als 1,5, Kilometern werden in den kommenden Wochen und Monaten an der Döbberiner Hauptstraße, der Alt Zeschdorfer und Schulstraße sowie am Kastanienweg neue PE-Wasserleitungen in die Erde gebracht. Bislang sei in offener Bauweise, also mittels Graben gebaut worden, erklärt Klaus Fischer, der Bauleiter des Fürstenwalder Zweckverbandes. Für die Döbberiner und Besucher des Dorfes war und ist das mit Verkehrseinschränkungen verbunden.

Ab kommender Woche soll in geschlossener Bauweise weiter gebaut werden. Das heißt, die Leitungen werden im Bohrverfahren eingebracht. Dabei werden die neuen Rohre neben die alten gelegt. Letztere bleiben bis zum Umbinden des jeweiligen Stranges in Betrieb. Dem geht ein aufwändiges Prozedere von Druckproben zur Kontrolle der Dichtigkeit, von Spülung und Desinfektion voraus, erklärt Fischer.

Bis Ende Juli soll die straßenweise Freigabe der neuen Leitungen erfolgen, deren Verlegen sich der Fürstenwalder Verband in Döbberin rund 335 000 Euro kosten lässt. Für die Anlieger und Kommune sind die Arbeiten kostenfrei – bis zu den Hausanschlussleitungen im öffentlichen Bereich. Die Leitungen auf ihren Grundstücken können die Anlieger auf eigene Rechnung erneuern lassen. Dabei seien Erdarbeiten in Eigenregie zulässig, so der Bauleiter des Fürstenwalder Zweckverbandes.

Fischer geht davon aus, dass die Wasserversorgung der Döbberiner nur im Zusammenhang mit dem Umbinden der neuen Leitungen und Hausanschlüsse jeweils kurzzeitig, für einige Stunden, unterbrochen sein wird. Die Erneuerung des Döbberiner Trinkwassernetzes ist die einzige größere Investition des Fürstenwalder Wasserverbandes in seinem Lebuser Verbandsgebiet in diesem Jahr.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG