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Döbberiner luden zum ersten Workshop ein / Dem Kennenlernen folgten Erfahrungs- und Ideenaustausch

Austausch
Vereine wollen Kräfte bündeln

Verschworene Dorfgemeinschaft: Im vergangenen Jahr weihten die Döbberiner ihre neue Kirchturmuhr ein. Jetzt will der Heimat- und Kulturverein neben seinen sonstigen Aktivitäten die gesamte Bauhülle in Schuss bringen. Ortsvorsteher Mario Hartmann (r.) kann sich auf viele verlassen
Verschworene Dorfgemeinschaft: Im vergangenen Jahr weihten die Döbberiner ihre neue Kirchturmuhr ein. Jetzt will der Heimat- und Kulturverein neben seinen sonstigen Aktivitäten die gesamte Bauhülle in Schuss bringen. Ortsvorsteher Mario Hartmann (r.) kann sich auf viele verlassen © Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 26.04.2018, 06:45 Uhr
Döbberin (MOZ) Zu einem ersten Workshop haben sich Vertreter verschiedener Vereine am Dienstagabend im Gemeindehaus in Döbberin getroffen. Der örtliche Heimat- und Kulturverein will die ehrenamtlichen Kräfte der Region bündeln.

Die Vorstellungsrunde machte deutlich, wie breit gefächert das Betätigungsfeld der Heimat- und Kulturvereine ist. Die einen kümmern sich um den Erhalt und die Belebung von Dorfkirchen (Förderverein Petershagen), andere um Umwelt und Natur (Heimatverein Alt Zeschdortf), wieder andere bewahren wertvolles Kulturerbe (Schweizerhaus Seelow), veranstalten Konzerte (Gutshaus Sieversdorf), sorgen sich um die älteren Bürger (Alt Madlitz) oder bieten jungen Leuten Beschäftigungsmöglichkeiten (Socialart Kulturmühle Lietzen). Was wäre, wenn Vereine ihre Erfahrungen gemeinsam nutzen und sogar neue Projekte auf den Weg bringen, damit Heimatgefühl vermitteln und neue Mitstreiter gewinnen? Das wäre klasse, so das einhellige Urteil der ersten Runde, zu der Helke Baltz, Vorsitzende des Döbberiner Heimat- und Kulturvereins, eingeladen hatte.

„Wir agieren nur wenige Kilometer  entfernt und wissen nichts voneinander“, befand Bianca Patzelt vom Heimatverein Alt Madlitz. Mit Julia von Stünzner vom Sieversdorfer Verein Kunst- und Denkmalpflege war ein weiterer Verein aus dem Nachbarkreis vertreten. Man brauche Austausch und gegenseitige Information, stand für alle fest. Dies auch, um zu wissen, was wer anbietet,  um füreinander zu werben und sich nicht gegenseitig die Besucher abzugrasen. Das sei manchmal schon im Amtsbereich schwer, so Uwe Köcher, Ortsvorsteher von Alt Zeschdorf. Ein gemeinsames Netzwerk sei nur zu begrüßen. Als A und O nannten alle die Mitgliederpflege. „Man muss konkret auf die Bürger zugehen, sie ansprechen. Allgemeine Aufrufe bringen gar nichts“, so die Erfahrung von Mario Hartmann, Ortsvorsteher von Döbberin und Mitglied im Heimatverein.

Marion Krüger, Vorsitzende des Heimatvereins Schweizerhaus, machte deutlich, dass es in einer Stadt keinesfalls leichter sei, Menschen fürs Ehrenamt zu begeistern. „Zumal es in Seelow fast 60 Vereine gibt“, sagte sie. Als wichtig erachte sie zudem eine Anerkennungskultur.

Im Herbst will man sich erneut treffen. „Es ging ums Kennenlernen, um Ideen und Erfahrungen“, betonte Helke Baltz, die vor zwei Jahren nach Döbberin zog und sofort das Zepter im Verein übernahm. Der erste Workshop habe deutlich gemacht, dass sogar gemeinsame Projekte der Vereine denkbar sind, von wandelnden Kunstrouten über Landfrauen-Kaffeetafeln bis hin zu Konzerten auf dem Feld. Den Ideen sind keine Grenze gesetzt und weitere Mitstreiter jederzeit willkommen. Sie können sich an Helke Baltz wenden.

Kontakt per E-Mail: helke.baltz@medienkontor.de

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