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Gesichert
Radwege sind keine Abkürzung für Autofahrer

Die Fahrradstraße wurde nach Einbau von Bodenschwellen und Schranke von Bauunternehmer Michel Hewelt, Bürgermeister Michael Spieck, Amtsdirektorin Ilka Lenke und Landkreismitarbeiterin Jessika Hupke (v.li.) an die Radler übergeben.
Die Fahrradstraße wurde nach Einbau von Bodenschwellen und Schranke von Bauunternehmer Michel Hewelt, Bürgermeister Michael Spieck, Amtsdirektorin Ilka Lenke und Landkreismitarbeiterin Jessika Hupke (v.li.) an die Radler übergeben. © Foto: Simone Weber
Simone Weber / 30.04.2018, 14:30 Uhr
Stechow Das Amt Nennhausen punktet mit weiter Landschaft und viel Natur. Dort können Einheimische und Touristen auf den sogenannten Fahrradstraßen mitten durchs Grün radeln und Ruhe genießen. Doch leider machten in den vergangenen Monaten eben diese besonderen touristischen Wege nicht mit ihrem Erholungswert Schlagzeilen, sondern eher durch ihre widerrechtliche Nutzung durch Fahrzeugführer.

„Die illegale Benutzung der Radwege und Fahrradstraßen durch Autofahrer im Amtsbereich war immer wieder Thema in den Gemeindevertretersitzungen“, sagte Ilka Lenke. „Jetzt haben wir reagiert und hoffen auf die Vernunft der Autofahrer, den Radfahrern ihre Radwege zu überlassen.“ Die Nennhausener Amtsdirektorin übergab am Donnerstag, zu Beginn der Radtourismus-Saison, den neu gestalteten Radweg von Stechow nach Kotzen. Die alte Verbindung zwischen Stechow und Kotzen wurde Anfang der 2000er als Teil des Havelland-Radwegs ausgebaut. Nun erhielt sie auf 4,2 Kilometer verteilt fünf Bodenschwellen. Die Stein-Schwellen sind zirka fünf bis acht Zentimeter hoch und überziehen den Radweg auf vier mal drei Meter. Seitlich werden sie zusätzlich durch große Feldsteine ergänzt. Ebenso wurden die Sperrschranken an den Zufahrten des Radwegs in Stechow und Kotzen erneuert.

Die Arbeiten wurden durch die Stechower H&M Tief- und Straßenbaufirma Hewelt ausgeführt. Zur Sicherung der Fahrradstraßen konnten die Bürger bei Informationsveranstaltungen im vergangenen Jahr Vorschläge machen. Poller wurden beispielsweise von den Landwirten abgelehnt, die den Weg auch nutzen.

„Die Radwege gehören zum Eigentum der Gemeinden, aber der Amtsausschuss hat entschieden, dass das Amt die Kosten für diese Arbeiten auf Grund der touristischen Bedeutung der Radwege übernimmt“, so Amtsdirektorin Lenke. Zeitnah erhält ebenfalls der Radweg zwischen Kotzen und Kriele solche Schwellen. Der Radweg zwischen Kriele und Senzke wird durch Schwellen und eine Schranke gesichert.

Zu den Gesamtkosten für die Arbeiten an den drei Radwegen in Höhe von knapp 18.500 Euro gab der Landkreis 50 Prozent dazu. „Der Landkreis verfügt zur Förderung des Tourismus’, mit Schwerpunkt Rad- und Wassertourismus, jährlich über 50.000 Euro“, sagte Jessika Hupke, Mitarbeiterin des Landkreises, Sachgebiet Tourismus.

„Auch in Rathenow könnte mehr für den Erhalt und Ausbau von Radwegen, auch innerstädtisch getan werden“, meinte der Stadtverordnete Gerd Wollenzien (CDU), der zur Übergabe des Radweges nach Stechow fuhr. Im vergangenen Wirtschafts- und Tourismusausschuss sprach der Rathenower  dieses Thema erneut an.

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