Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Gleich zwei Menschen ertranken an diesem Wochenende - darunter auch ein kleines Mädchen

Tödliche Badeunfälle
DLRG rät Kindern Baderegeln früh beizubringen

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: dpa/Ole Spata
dpa / 04.06.2018, 17:13 Uhr - Aktualisiert 04.06.2018, 17:27
Kloster Lehnin/Großräschen (dpa) Zwei Schwimmer sind in den vergangenen Tagen in Brandenburg ums Leben gekommen.

Ein sechsjähriges Mädchen geriet am Freitag in einem Freibad in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) aus unerklärter Ursache im Nichtschwimmerbecken unter Wasser. Ein 63-jähriger Mann ertrank am Samstag im Netzener See bei Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark).

Der 63-Jährige war mit seinem Sohn am Sonnabend in einem Paddelboot unterwegs und sprang am Strand einer nicht öffentlichen Badestelle ins Wasser, wie die Polizeidirektion West mitteilte. Der Mann habe sich noch über die Kälte beschwert, sagte Polizeisprecher Daniel Keip am Montag. Wenig später sei er untergegangen. Ersthelfer versuchten vergeblich, ihn wiederzubeleben. Ein Notarzt stellte schließlich den Tod fest.

Im Fall des sechsjährigen Mädchens habe noch ein Badegast das Kind aus dem Wasser gezogen. Rettungskräfte brachten die Sechsjährige ins Krankenhaus, teilte die Polizei am Montag mit. Dort sei es dann jedoch gestorben. „Es ist eine tragische Geschichte“, sagte Polizeisprecher Torsten Wendt am Montag zum Tod des Mädchens. Zuvor hatte die „Lausitzer Rundschau“ über den Vorfall berichtet.

Warum das Mädchen unter Wasser geriet und ertrank, konnte die Polizei nicht sagen. „Wir ermitteln“, sagte Wendt. In dem Freizeit- und Erlebnisbad waren nach Medieninformationen zu dem Zeitpunkt rund 700 Gäste, darunter etwa 500 Kinder. Die Polizei schließt nach bisherigen Ermittlungen in beiden Fällen ein Fremdverschulden aus.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät Eltern dazu, noch vor Beginn der Schwimmausbildung ihren Kindern erste Regeln für ein richtiges Verhalten am und im Wasser beizubringen. Dazu gehöre, als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser zu gehen - oder nur zu baden, wenn man sich wohlfühlt, heißt es auf der DLRG-Internetseite. Auch ein angstfreies und kräftesparendes Treiben lassen (Gleiten) auf dem Wasser sollten die kleinen Schwimmer gleich zu Beginn lernen.

Treten beim Schwimmen Schwächeanzeichen auf, sollten Betroffene ein Signal abgeben, so dass andere aufmerksam werden, rät DLRG-Sprecher, Achim Wiese. Das Ertrinken selbst laufe meistens in Stille ab. „Der Ertrinkende hat keine Kraft mehr, um nach Hilfe zu schreien.“

Wird man auf eine Gefahrensituation im Wasser aufmerksam, sollte man durch lautes Rufen auf die Lage aufmerksam machen und Hilfe holen. Bei der Fremdrettung gilt laut DLRG jedoch immer: Die eigene Sicherheit geht vor Hilfeleistung.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG