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Chinesische Investoren wollen Siedlung errichten

Siedlung
Dorf fordert Nachbesserung

Große Pläne: Noch befindet sich die Gewerbeförderung Freudenberg hinter alten Toren. Das könnte sich bald ändern.
Große Pläne: Noch befindet sich die Gewerbeförderung Freudenberg hinter alten Toren. Das könnte sich bald ändern. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Steffen Göttmann / 20.06.2018, 07:00 Uhr
Beiersdorf-Freudenberg (MOZ) Die geplante Einwohnerversammlung zur Gewerbeförderung Freudenberg AG fällt aus. Die Architekten, die im Auftrag chinesischer Investoren planen, müssen nacharbeiten. Dies ist das Eregebnis eines internen Treffens der Gemeindevertreter mit Eigentümern und Planern.

„Die Freudenberger stehen der Investition positiv gegenüber, sie haben uns aber beauftragt aufzupassen und uns nichts alles gefallen zu lassen“, sagte Ronald Buchholz, Ortsvorsteher von Freudenberg. Bei der Vorstellung der Pläne stellte sich heraus, dass die Brauerei nah an Freudenberg herangebaut werden soll. „Das können wir so nicht akzeptieren“, sagte Buchholz. Die Bürger leiden dann womöglich unter dem Zuliefer- und Lieferverkehr. Das wolle die Gemeinde auf jeden Fall vermeiden.

„Wir haben daher verlangt, dass die Planer ihren Entwurf umdrehen“, erklärte Buchholz. Deshalb sollen die Wohngebäude näher an den Ort herangebaut werden und die Brauerei an den Rand. Dies sei auch vorteilhafter unter dem Aspekt, dass die Siedlung der chinesischen Investoren mit dem Dorf zusammenwachsen soll.

Die Planer müssen daher jetzt zuerst ihre Hausaufgaben machen. Rongrong Hu, Geschäftsführerin der Gewerbeförderung Freudenberg AG, muss jetzt mit chinesischen Investoren sprechen, inwieweit sie bereit sind die Planung zu ändern.

Die Eigentümer Li Jing und Zheng Zhong kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Das Unternehmen Li Jings produziert in China Energiesparanlagen, Elektrofahrzeuge und entwickele Immobilien. Zheng Zhong kommt aus der High-Tech-Branche, entwickelt Software und betreibt ebenfalls Forschung. Sie wollen gemeinsam das Areal entwickeln und über ihr weltweites Netzwerk weitere Investoren mit ins Boot holen, so die Geschäftsführerin. Genauere Angaben, was sich konkret ansiedeln wird, konnte sie daher noch nicht machen. Sie planen eine Stadt auf dem Reißbrett, die Arbeiten, Wohnen und Freizeitanlagen verbindet. Hochqualifizierten Fachleute sollen ein attraktives Wohnumfeld erhalten.

Für die Erschließung des Geländes zeichnet das Ingenieurbüro von Erhard Ostwald aus Frankfurt (Oder) verantwortlich. Zuerst wird ein Planungs- und Entwicklungskonzept unter dem Thema Gewerbe und Technologie erarbeitet. Weil 41 Hektar des Gewerbeparks auf der Gemarkung von Beiersdorf-Freudenberg und elf Hektar auf der Gemarkung von Heckelberg-Brunow liegen, gibt es zwei Vorhaben und zwei Bebauungspläne. Um die Freudenberger nicht mit zusätzlichem Verkehr zu belasten, werde eine Erschließungsstraße zur B 168 gebaut.

Mit der Gewerbeförderung beschäftigte sich am Dienstagabend auch der Finanz- und Bauausschuss der Gemeinde Heckelberg-Brunow. Dieser entschied über einen Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan für einen Gewerbe- und Technologiepark. Die Einwohnerversammlung in Beiersdorf-Freudenberg wird nachgeholt, wenn die Wünsche der Gemeindevertreter erfüllt sind.

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