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Frauenband Hexenschuss begeistert bei Taucher Seniorenfeier / Neue Vorsitzende nennt Knackpunkte

Seniorenfeier
In Werder war nur der Bossanova schuld

Jörg Kühl / 21.06.2018, 07:30 Uhr
Werder Die Senioren der Gemeinde Tauche haben im Spreewaldhotel in Werder aus Anlass der Brandenburgischen Seniorenwoche gefeiert. Dazu eingeladen hatte der Seniorenbeirat der Gemeinde.

Margitta Behnke, die die Leitung des Beirats im Frühjahr von ihrer langjährigen Vorgängerin Jutta Bänsch übernommen hatte, begrüßte die Gäste, darunter den Bürgermeister der Gemeinde Gerd Mai. Die Brieschterin ehrte Senioren, die „deutlich mehr gemacht haben, als sie mussten“. Dazu zählte ihre Vorgängerin Jutta Bänsch aus Kossenblatt, die den Seniorenbeirat vom Januar 2001 bis Januar 2018 geleitet hatte. Auch Monika Hertel aus Görsdorf bekam eine Urkunde. Sie organisiert einmal im Monat einen Kreativtreff im Ort. Edelgard Guthke aus Ranzig, Helga Reichert aus Lindenberg und Loni Lanzke aus Lindenberg wurden für ihr „langjähriges, treues Engagement“ geehrt. Musikalisch umrahmt wurde der Tag von der Frauenband „Hexenschuss“, deren Mitglieder alle aus der Region stammen: Akkordeonistin Veronika Schiela aus Kossenblatt, Schlagzeugerin Gundula Lange aus Buckow, Gitarristin Marina Mai aus Kossenblatt, Gitarristin Angelika Schulz aus Limsdorf sowie Bassistin Heidemarie Ruppel aus Streganz. Bei „Hello Mary Lou“ ergriff Bürgermeister Mai die Hand von Jutta Bänsch und wagte mit ihr das Auftakttänzchen. Mitglieder des Frauenladens halfen beim Servieren des Kaffees.

Margitta Behnke freute sich, dass die Veranstaltung  – ihre erste in der neuen Funktion – mit 110 Gästen so gut angenommen wurde. Und das, obwohl sich viele erst in letzter Minute angemeldet hatten: „Vor zwei Wochen hatte ich erst 69 Anmeldungen. Schön, dass heute so viele Gäste da sind!“

Als ihre Arbeitsschwerpunkte sieht die 66-Jährige, die jüngeren Senioren mit ins Boot zu holen. „Ich möchte versuchen, meine Alterskohorte gezielt anzusprechen.“

Ein weiteres Thema sei die Sicherstellung der Mobilität auf dem Lande. Der ÖPNV sei für viele Ältere unverzichtlich. Ihn weiter auszudünnen, halte sie für unverantwortlich: „Der ÖPNV ist ein wichtiger Faktor, um Älteren die Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.“ Auch Angebote, wie die Fahrbücherei, dürften ihren Service nicht einschränken: „Wenn der Bücherbus auf einmal nicht mehr in den Ort kommt, ist das eine Einschränkung der Lebensqualität!“

Staat und Mitbürger müssten mehr tun, um der Tendenz der Vereinsamung entgegenzuwirken, findet die neue Amtsinhaberin.

Bereits Nachmittags begann es, aus der Küche des Spreewaldhotels lecker zu duften. „Es gibt Schweinegulasch mit Rotkraut, Klöße und Salzkartoffeln“, verriet Konrad Matschke, Bruder des Hotelinhabers, während auf der Bühne wieder einmal nur der Bossanowa schuld daran hatte.

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