Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Der zweite Fest für die Königin der Blumen in Ihlow

Blütenschau
Der Zachariashof als Rosenschaufenster

Großes Interesse: Der Vorsitzende des Freundeskreises Berlin, Thomas Marschall, und Zachariashof-Gastgeber Uwe Steinkamp erläutern Reinhard und Dr. Anette Gohlke aus Buckow (v. l.), wie groß ihre Rose werden kann. Ausgestellt sind Rosensorten des Sammlers Frank Sahner aus Müncheberg.
Großes Interesse: Der Vorsitzende des Freundeskreises Berlin, Thomas Marschall, und Zachariashof-Gastgeber Uwe Steinkamp erläutern Reinhard und Dr. Anette Gohlke aus Buckow (v. l.), wie groß ihre Rose werden kann. Ausgestellt sind Rosensorten des Sammlers Frank Sahner aus Müncheberg. © Foto: Jens Sell
Jens Sell / 02.07.2018, 06:45 Uhr
Ihlow (MOZ) Die Blütenfülle der Rosen hat im Laufe des Sonnabends wohl Hunderte auf den Zachariashof in Ihlow gelockt. Zum zweiten Mal hatte Uwe Steinkamp zum Ihlower Rosenfest eingeladen.

Die aufgereihten Schnittrosen in Dutzenden Sorten und die in Pflanztöpfen von Rosensammler Frank Sahner aus Müncheberg machten den Eingang zum  Zachariashof in der Reichenberger Straße von Ihlow zu einem Schaufenster, das nicht nur Rosenliebhaber anzog. Doch davon waren auch ein paar Dutzend da. Sogar der Vorsitzende des Freundeskreises der Berliner Rosenfreunde Thomas Marschall war mit einigen seiner Mitglieder in die Naturparkgemeinde gekommen. „Wir sind keine Rosenzüchter“, stellt er gleich zu Beginn klar, „wir sammeln Rosen, pflegen sie und propagieren sie. Züchter gibt es nur sehr wenige in Deutschland, und entgegen der landläufigen Meinung war auch Konrad Adenauer nur ein Rosenliebhaber und kein -züchter.“ Durch die frühe sommerliche Wetterlage über viele Wochen im Mai und Juni sind die Rosen jetzt schon verblüht. Dennoch hat Frank Sahner viele Blüten zur Ansicht ausgestellt. „Das liegt daran, dass er die Rosen veredelt, das heißt, er setzt edle Augen auf schlichte Rosenpflanzen, so blühen sie später“, gibt Marschall sein Wissen preis. „Wir können in diesem Jahr vielleicht auf eine dritte Blüte hoffen. Denn Rosen blühen eigentlich immer wieder, nur des Frostes wegen unterbrechen sie im Winter diesen Ablauf.“

Die Berliner Rosenfreunde haben auch Strausberger Mitglieder, so Anne und Armin Waldschmidt aus der Gerhart-Hauptmann-Straße. Dort haben sie rund 100 verschiedene Rosensorten stehen. Warum man Mitglied in solch einer Gesellschaft der Rosenfreunde sein muss? „Wir nehmen gern an den jährlichen ein bis zwei Ausfahrten teil, das macht uns viel Freude“, sagt Armin Waldschmidt. Im vergangenen Jahr waren sie im Badischen, im Elsass und in der Schweiz. Zuvor sogar schon einmal mit mehr als 40 Teilnehmern für zwei Wochen im Iran. „Dort hat uns ein iranischer Germanistik-Professor und Rosenfreund zu fantastischen Parks geführt“, schwärmt Armin Waldschmidt, „dort wachsen deutsche und französische Rosen zu üppigen Sträuchern hoch, das ist eine Pracht! Das Klima im Orient ist ideal für Rosen.“ Ihre Liebe zu Rosen haben die Waldschmidts bei einem Besuch im Rosarium Sangerhausen entdeckt, dem größten Europas. „Das war 2003, wir waren überwältigt“, erinnert sich Anne Waldschmidt. Seitdem sammeln sie.

Für Uwe Steinkamp ging es bei der ursprünglichen Gartengestaltung gar nicht vorrangig um die Rosen. „Ich bin von Hause aus Gartenarchitekt und weniger Sammler einzelner Arten. Meine Priorität ist die gestalterische Kraft der Pflanzen und der Gruppen.“ Rosen mied er anfangs wegen ihres hohen Pflegebedarfs, verrät er. Doch bei einer Gartenrundfahrt durch Nordfrankreich, durch die Bretagne und die Normandie, hätten er und seine Frau Marita ihr Herz für die Rosen entdeckt. „Wir haben dann einen Teil des Gartens als unser Rosenzimmer gestaltet.“ Dort sind auch interessante Beipflanzungen zu sehen: Neben dem Klassiker Lavendel setzt Uwe Steinkamp auf Salbei, speziell auch Fichtensalbei. In Sangerhausen könne man auch darüber viel lernen, wirbt Uwe Steinkamp.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG