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100 Einsatzkräfte aus Oder-Spree bei Großbrand in Limsdorf im Einsatz / Auto am Friedländer Berg überschlagen

Brand
Katastrophenalarm im Kreis

Larissa Benz / 04.07.2018, 22:00 Uhr - Aktualisiert 05.07.2018, 08:00
Limsdorf (MOZ) Ein Flächenbrand im Storkower Ortsteil Limsdorf hat am Mittwoch einen Großeinsatz ausgelöst. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden.

Hohe Rauchschwaden, Sirenen im Minutentakt und ein stechender Geruch: Schon von weitem kündigte sich Mittwoch Nachmittag ein großflächiger Brand in Limsdorf an. Insgesamt 100 Hektar Feld und Wald standen in Flammen.

Gegen 13 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Brand gerufen. Betroffen waren vor allem Felder, aber auch Wald. Das Ereignis zog weite Kreise: Wer in Beeskow aus dem Fenster schaute, konnte sogar ein Feuerwehrfahrzeug aus Brieskow-Finkenheerd sehen, das in hohem Tempo falsch herum durch die Einbahnstraße zum Einsatzort unterwegs war. Im Einsatz waren nach Schätzung des Storkower Stadtbrandmeisters Frank Ebert gut 100 Feuerwehrleute, darunter die Brandschutzeinheit des Landkreises Oder-Spree und sämtliche verfügbaren freiwilligen Kräfte der Wehren aus Storkow und anderen Orten.

Autofahrer, die Limsdorf passieren wollten, mussten wieder umdrehen. Anwohner saßen im Storkower Ortsteil auf Campingstühlen vor ihren Häusern und beobachteten, wie  Kolonnen aus Feuerwehrautos, Technischem Hilfswerk und Katastrophenschutz an ihnen vorbeizogen. Die Bewohner sprachen von „lodernden Flammen“ zu Beginn des Brandes.  Landwirte schlugen mit ihren Pflügen Schneisen in die Felder, um ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. „Die Ablöscharbeiten werden sich noch einige Stunden hinziehen“, teilte der stellvertretende Kreisbrandmeister Karsten Schwebe um 18.30 Uhr mit.  Die Rauchschwaden waren zu diesem Zeitpunkt Glutnestern gewichen. Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig sprach gestern Abend in der Stadtverordnetenversammlung von einer „Großschadenslage“. Wegen möglicher Munition im Boden sei auch der Kampfmittelräumdienst des Landes vor Ort.

Dieser Großeinsatz war für die Einsatzkräfte offenbar nicht genug: Am Abend waren in Beeskow wieder Martinshörner zu hören. Am Friedländer Berg hatte eine Autofahrerin  einen Unfall verursacht. Beim Umdrehen in einer Einfahrt missachtete sie laut Polizei ein nachfolgendes Auto. Dieses Fahrzeug überschlug sich beim Aufprall. Sowohl die Verursacherin als auch das Unfallopfer wurden mit leichten Verletzungen ins Beeskower Krankenhaus gebracht.

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