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Dorfverein Am Oderstrom freut sich über Baufortschritt auf Campingplatz Mescherin / Sorge wegen Deichbau, der die Touristen abhält

Tourismus
Richtkrone schwebt über neuem Haus

Eva-Martina Weyer / 07.07.2018, 06:00 Uhr
Mescherin (MOZ) Der Campingplatz von Mescherin hat Richtfest gefeiert. Über dem Dachstuhl eines neuen Sanitärgebäudes schwebt die Richtkrone. Im September soll das Haus fertig sein. Die GemeindeMescherin ist Bauherr und hat mit Bauleuten den Richtkranz hochgezogen.

Nutzer und Pächter des Campingplatzes ist der Dorfverein Am Oderstrom. Mit großer Leidenschaft betreibt er diesen kleinen Platz, für den es im Gästebuch fast nur lobende Worte gibt. „Wenn etwas bemängelt wurde, dann war es der DDR-Charme des alten Sanitärgebäudes“, weiß Vereinsvorsitzender Volker Schmidt-Roy. Die Toiletten und Duschen waren nicht mehr zeitgemäß.

Das neue Gebäude soll im September fertig sein und zusätzlich Geschirrspülmöglichkeit und Waschautomat haben. Dann hat die Übergangslösung mit Containern ein Ende. Die Baukosten für das neue Haus betragen 170 000 Euro.75 Prozent davon werden vom Land Brandenburg gefördert.

Beim Richtfest war auch der Gartzer Amtsdirektor Frank Gotzmann dabei. Er freute sich: „Die Arbeiten gehen gut voran. Die Bauleute um Geschäftsführer Sandro Schmidt-Fatke arbeiten schnell und sauber. Die Unterstützung des Bauteams vom Dorfverein Am Oderstrom mit Karl Menanteau und Reinhold Pankratz ist hervorragend.“

Der Verein hat mit Eigenleistungen nicht nur Geld gespart, sondern zum Baufortschritt beigetragen. Mitglieder haben zum Beispiel das alte Gebäude komplett abgerissen und fachgerecht entsorgt. Volker Schmidt-Roy, der nicht nur Vereinsvorsitzender, sondern auch auch Mescherins Ortsvorsteher ist, sagte: „Ich möchte den Vereinsmitgliedern, die beim Abriss dabei waren, herzlich danken.“

Den idyllischen Platz direkt am Mescheriner See, einem Altarm der Oder, gibt es schon -zig Jahre. Gewissermaßen der „Vater des Campingplatzes“ ist Karl Menanteau, langjähriger Bürgermeister und Ortsvorsteher von Mescherin. Dem 80-Jährigen gebührte die Ehre, beim Richtfest den Nagel in die Dachlattung einzuschlagen. Karl Menanteau schaut noch immer täglich auf dem Campingplatz nach dem Rechten.

Der Dorfverein Am Oderstrom hat den Platz vor 13 Jahren übernommen. In der Saison vonApril bis Oktober finden dort drei Leute aus dem Dorf Arbeit. Sie sind Ansprechpartner für viele Fahrradtouristen und Dauercamper. Doch den Verein plagen Sorgen. Auf manche Touristen muss er in den nächsten sieben Jahren verzichten wegen der Deichbauarbeiten zwischen Friedrichsthal und Gartz. „Das ist schlimm“, sagt Volker Schmidt-Roy.

Auf der Internetseite des Campingplatzes steht: „Der Platz ist weitestgehend naturbelassen. Hier können Sie viel Ruhe finden.“ Genau das haben zwei Familien aus den Niederlanden gesucht. „Wir wollen im Naturschutzgebiet Urlaub machen“, erzählt Jan Holt-slag. „Hier gibt es viele Blumen und deshalb auch Insekten und Vögel. Das macht es hier interessant. Dieser Campingplatz ist für uns auch deshalb klasse, weil er 1. klein ist und 2. keine Holländer hat“, scherzt er. Außerdem schätzen Jan Holtslag und seine drei Mitreisenden die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals.

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