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Dorffest
Kobbelner feiern mit Gästen am Dorfteich

Jörg Kotterba / 09.07.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 10.07.2018, 15:16
Kobbeln Was hat eine Weinkönigin in Kobbeln zu suchen? Und was ein Steinkönig? Beim Dorffest am Sonnabend in Kobbeln, ein beschauliches Dorf nahe Neuzelle mit 175 Einwohnern, klärte Ortsvorsteher Manfred Holzhey auf. „Bis 1900 wurde hier Wein angebaut. Er war herb – um es freundlich auszudrücken. Im Kobbelner Wappen ist eine Weintraube zu sehen. Und der  Kobbelner Stein, 1925 ausgegraben, hat einen Umfang von 25 Metern. Sein Gewicht wird auf 256 Tonnen geschätzt.“ Beim Erntefest am 8. September in Neuzelle werden sich Janet Nitschke als Kobbelner Weinkönigin und Peter Leuschner als Steinkönig präsentieren und für ihr Dorf die Werbetrommel rühren.

Manfred Holzhey schwärmt von Kobbeln: „Ich bin Thüringer, verschob 1996 meinen Lebensmittelpunkt hierher. Daheim fasste man sich an den Kopf, was ich wohl in der Streusandbüchse zu suchen hätte. Aber hier ist es wunderschön – die Menschen, die Natur...“ Deshalb sei es dem heute 66-Jährigen nicht schwer gefallen, das Amt des Ortsvorstehers zu übernehmen. „Der Ortsbeirat mit Daniela und Christian Menzel, die Freiwillige Feuerwehr mit Maik Lehmann an der Spitze und der 2011 gegründete Verein Kobbelner Steine ist wie eine Festung. Wir halten zusammen, planen Vorhaben und Feste gemeinsam“, lobt Holzhey. Das Fest nun spielte sich mit mehr als 200 Gästen am Dorfteich ab. Dort konnten die jüngsten Gäste in  einem Wasserlaufball über das Wasser laufen und dabei trocken bleiben. Oder auf einem Paddleboard über den Teich gleiten. Die Schlaubetaler Dorfmusikanten sorgten für Stimmung. Und Gaudi bei den „Großen“ gab es bei Sportwettkämpfn vom Kegeln bis zum Büchsenwerfen und Bierglasschieben.

Das Lob von Ortsvorsteher Holzhey konnte der gebürtige Kobbelner Maik Lehmann nur bestätigen. Seit 1996 gehört der heute 37-jährige Sparkassenmitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr an, ist seit 2013 Wehrführer, Chef von 16 Einsatzkräften. „Meist junge Leute mit einem hohen Ausbildungsstand“, wie Lehmann hinzufügte. Eng arbeite seine Wehr mit den Kollegen im nahen Treppeln zusammen. „Dort wird auch unser Nachwuchs ausgebildet.“ Kobbeln sei auch sein Lebensmittelpunkt. „Hier leben meine Eltern. Hier habe ich eine Familie gegründet. Hier habe ich gebaut. Hier bringe ich mich ein.“ Auch ihm seien die Menschen hier wichtig. Deshalb fände in seinem Dorf seit Jahren ein reges Leben statt – vom Zampern mit anschließender Fastnachtsveranstaltung über Frauentagsfeier, Maifeuer, Kindertags- und Steinfest bis zu kleineren Veranstaltungen wie die Oster- und Pfingstwanderung, Fahrradtouren und diverse Bastelnachmittage.  Maik Lehmann: „Kobbeln ist mein Zuhause.“(jko)

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