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Heinersdorfer Ferienkinder besuchen Legehennen-Betrieb mit Freilandhaltung

Ferienprogramm
Kinder besuchen Legehennen-Betrieb

Eier am laufenden Band: Heinersdorfer Hortkinder haben im Rahmen des Ferienprogramms die Legehennenanlage in Hasenfelde besucht.
Eier am laufenden Band: Heinersdorfer Hortkinder haben im Rahmen des Ferienprogramms die Legehennenanlage in Hasenfelde besucht. © Foto: Bettina Winkler
Bettina Winkler / 18.07.2018, 07:00 Uhr
Hasenfelde (MOZ) 38 500 frische Eier laufen täglich über das Transportband des neuen Legehennen-Freilandbetriebes „Hasenfelder Landei“. Dafür sind 39 900 Hühner fleißig.

Vor zwei Jahren haben die Hasenfelder David (45) und Bianka (39) Gersdorf auf ihrem 20 Hektar großen – bis dahin brach liegenden –  Acker mit viel Erfolg einen neuen Betrieb aufgebaut und dafür über zwei Millionen Euro investiert. „Die Anlage ist hochmodern. Licht, Lüftung, Wasser und Futter funktionieren voll automatisiert“, erzählt Bianka Gersdorf. Die Hennen können nach Lust und Laune ab 10 Uhr morgens bis zum Dunkelwerden  ins Freigehege. Vorher sollen sie natürlich ihre kostbaren Eier in die angeschrägten Nester legen. Von dort aus gelangen sie schließlich auf das Förderband. Dort werden die Eier auf  Qualitätsmerkmale kontrolliert, eventuelle Federn aussortiert und  zum Versand fertig gemacht.

Die Nachfrage nach den braunen Eiern ist groß. Zweimal in der Woche kommen Transporter und laden die Fracht auf. Sie werden zur Firma Landkost nach Bestensee gebracht und landen schließlich in Berliner Edeka-Supermärkten. „Warum Brandenburger Eier in Berlin verkauft werden und Mecklenburger in Brandenburg, kann ich nicht erklären“, sagt Bianka Gersdorf. Hauptsache, die Hasenfelder Landeier – konventionell produziert – finden ihre Abnehmer. Über eine Direktvermarktung denken die jungen Unternehmer schon nach.

„Das sieht ja hier alles super aus“, sagt der zehnjährige Moritz. Mit weiteren 29 Hortkindern der Heinersdorfer Grundschule besucht er am Dienstag im Rahmen des Ferienprogramms den Legehennenbetrieb.  Moritz interessiert sich schon seit langem für Hühnerzucht in Deutschland und hat sich zu dem Thema schlau gemacht. „Meist leben Masthähnchen, die mit Antibiotika voll gestopft sind, nur vier bis sechs Wochen, bevor sie geschlachtet werden“, erzählt Moritz. „Mein Opa hat über 90 Hühner, die laufen aber frei herum und sind glücklich“, sagt daraufhin Josephin (9, aus Hasenfelde).

Für die Kinder ist es ein erlebnisreicher Tag mit Betriebsrundgang, Traktorrundfahrten und Grillen. Das Thema Hähnchenmast und Nebenwirkungen beschäftigt die Kinder noch bis zum Freitag. Heute geht es in die Biogasanlage nach Gölsdorf. Dafür haben sich elf Teilnehmer angemeldet. Am Donnerstag heißt es: „Von Hühnern zum Klimawandel“, und zum Abschluss der Woche gibt es Experimente zur Photosynthese.

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