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Ruhlsdorfer Wehr feiert munteren 105. Geburtstag / Viel Lob für den Zusammenhalt und die Jugendarbeit im Ort

Jubiläum
Neues Feuerwehrdepot nötig

Hans Still / 22.07.2018, 19:28 Uhr - Aktualisiert 23.07.2018, 11:33
Ruhlsdorf (MOZ) Die einhundertfünfjährige Tradition der Freiwilligen Feuerwehr hat in Ruhlsdorf sichtbare Spuren hinterlassen. Da wäre zum einen das historische Feuerwehrdepot, das dringend mit einem Nachfolger ergänzt werden müsste. Zum anderen zeichnet sich die Löschgruppe durch Zusammenhalt und Kameradschaft aus, die längst auf die Jugendarbeit ausstrahlen.

Auf den 26. Januar 1913 geht die Gründung der Ruhlsdorfer Wehr zurück. Damals fanden sich 16 aktive und 49 passive Mitglieder zusammen. Ihr Werk hat bis heute Bestand - davon konnten sich die Gäste der munteren Geburtstagsfeier am Sonnabend überzeugen. Mit großem Beifall wurde schon die Rede von Ortsbürgermeisterin Annett Klingsporn bedacht, die am Sonnabend nach 14 Uhr an den Beginn der Erfolgsgeschichte erinnerte. Selbst gehört sie seit drei Monaten der Wehr an. Mittlerweile sind damit drei Frauen und 25 Männer im Team um Steve Lützow, stellvertretender Ortswehrführer, aktiv. Alle Ruhlsdorfer Feuerwehrleute wünschen sich dringend ein neues Feuerwehrhaus, wie auch Löschgruppenführer Nico Ferch bestätigt. „Wir haben dieses Anliegen in der Gemeindevertretung angesprochen und hoffen, dass unsere Worte nicht ungehört blieben“, so Ferch.

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Annett Klingsport bestätigt dies. Sie rechnet damit, dass ab 2020 reale Chancen bestehen. „Unser Depot entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen, das ist unstrittig. Aber zwischen 400 000 und 600 000 Euro müssen auch erst einmal übrig sein. Wir haben in Ruhlsdorf eine sehr aktive Wehr, und den richtigen Platz hätten wir auch schon“, wirbt sie für Ruhlsdorf.

Zu welchen Leistungen der Nachwuchs bereits imstande ist, bekamen die Zuschauer nach der Begrüßung bei einer Übung zu sehen. Drei Holzhütten waren am Straßenrand aufgestellt und angezündet worden. Kurz danach wurde die Jugendwehr-Gemeinschaft Ruhlsdorf-Marienwerder alarmiert. Zirka vier Minuten später fuhren die jungen Feuerwehrleute mit Martinshorn in den Ort ein und begannen die Brände zu löschen. Dass die Jugendlichen, die gerade erst den ersten Platz beim Amtsfeuerwehrtag belegt hatten, nicht hastig rannten, sondern im schnellen Schritt die C-Schläuche verlegten, wurde durch den Moderator erklärt. Demnach führt das Rennen zu noch mehr Adrenalin und damit zu Fehlern.

Später nahm das Fest seinen vergnüglichen Verlauf. Beispielsweise bestand die Gelegenheit, mit einer historischen Feuerwehr aus Klosterfelde eine Dorfrunde mitzufahren. Die Drehleiter aus Zepernick stand bereit, und abends legten DJ Uli und Norbert auf.

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