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Tiere
Vier Schafe mitten im Ort gerissen

Halb ausgeweidet: Diese Schafe sind Opfer eines Raubtier-Angriffs geworden. Der Spurenlage nach zu urteilen handelt es sich wahrscheinlich um einen Wolfsangriff.
Halb ausgeweidet: Diese Schafe sind Opfer eines Raubtier-Angriffs geworden. Der Spurenlage nach zu urteilen handelt es sich wahrscheinlich um einen Wolfsangriff. © Foto: Andreas Reischert
Jörg Kühl / 27.07.2018, 20:32 Uhr
Pfaffendorf (MOZ) Ein oder mehrere Raubtiere – mutmaßlich der Gattung Wolf – haben in Pfaffendorf vier Schafe gerissen. Die getöteten Tiere lebten bis dahin in einem umzäunten Gehege am Sauener Weg. Es handelt sich um den gesamten Schafsbestand des Halters, wie der Pfaffendorfer Jäger Andreas Reischert mitteilt. Ihn erschreckt, dass sich die Risse innerhalb der Ortschaft ereignet haben. Ein Schaf sei halb ausgeweidet worden, zwei weitere seien nach tödlichen Kehlbissen liegengelassen worden. Das vierte Tier sei weggezerrt worden.

Die Räuber haben den Zaun des Geheges untergraben. „Der Boden ist an der Stelle wegen der Trockenheit steinhart, trotzdem haben die Angreifer ein riesiges Loch gegraben“, so beschreibt der Jäger die Energie, mit der die mutmaßlichen Wölfe zu Werke gingen.

Reischert wundert sich, dass die Pfaffendorfer über den Vorfall von keiner Behörde unterrichtet wurden. Schließlich hat sich der tierische Übergriff bereits in der Nacht zu Dienstag ereignet. „Wenn so etwas mitten im Ort stattfindet, dann möchte man schon informiert werden.“ Immerhin sei ein Rissgutachter vor Ort gewesen, die Kadaver seien zur Untersuchung abgeholt worden. Auch das Ordnungsamt der Gemeinde Rietz-Neuendorf sei informiert gewesen.

Der jüngste Vorfall weckt im Ort Erinnerungen an einen Vorfall im März 2015. Damals waren bei zwei hintereinander erfolgten Angriffen insgesamt sieben Stück Damwild der Agrargenossenschaft Pfaffendorf gerissen worden. Damals wie heute hatten sich die Tiere in einem Gehege aufgehalten. Auf dem Gemeindegebiet ist es in den vergangene Jahren häufiger zu Wolfsrissen gekommen. Mehrmals betroffen war das Wildgattergehege des Guts Hirschaue. Auch Schäfer Maik Östreich aus Görzig hatte bereits Schäden durch Wolfsrisse zu beklagen. (jök)

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Paul Müller 01.08.2018 - 20:43:33

Wird dann ...

... in der Rubrik „Einzelfall“ abgeheftet ...

Frank Schneider 01.08.2018 - 10:55:43

Zeit zum umdenken

Die Politik scheint auf das erste menschliche Opfer zu warten.

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