Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Versorgung mit Strom erfolgt künftig von Genschmar aus / Hochleitung am Deich wird demontiert

Stromversorgung
Neue Trafostation für Henriettenhofer

Ulf Grieger / 03.08.2018, 06:00 Uhr
Genschmar (MOZ) Die edis-Netz AG investiert rund 60 000 Euro, um die Versorgungssicherheit der Einwohner des Genschmarer Vorwerkes Henriettenhof zu verbessern. Am Donnerstag wurde dort eine neue Trafo-Station errichtet. Henriettenhof gehört seit 1926 zu Genschmar

In den 105 Jahren, seit die Genschmarer erstmals elektrisches Licht in ihren Häusern bekamen, hat sich einiges verändert. Die Ansprüche an die zuverlässige Versorgung mit Energie und die abgenommene Strommenge sind auch in den Dörfern gestiegen, erklärt Frank Guderian, Leiter Betrieb der edis Netz AG im südlichen Bereich des Oderbruchs. Vor allem der starke Sturm im Oktober vorigen Jahres hatte auch in Genschmar aufgezeigt, wie anfällig die bisherigen Hochleitungen des Niedrigspannungsnetzes sind. Die Stromversorgung über eine solche Leitung von Nieschen aus werde für die Henriettenhofer der Vergangenheit angehören. Diese Leitung am Alten Deich war besonders vom Sturmschaden betroffen. Deshalb wurde eine Planung in Auftrag gegeben, die nun umgesetzt wird.

Ein wichtiger Baustein dafür ist der neue Trafo, der an der unbefestigten Zufahrt von Genschmar aus am Maisfeld der AGO Zechin aufgestellt wurde. Er wird die Mittelspannung, die von Genschmar aus zugeleitet wird, in Niedrigspannung transformieren und dann von dort aus nach Henriettenhof weitergeben. Der Leitungsbau soll im Anschluss an die Errichtung der Trafostation erfolgen und befindet sich in der Ausschreibung, erklärte Guderian. Eine Auswirkung auf die Straßenbeleuchtung, die ja oftmals traditionell mit den Hochleitungsmasten verbunden ist, gibt es in Genschmar nicht, so der Fachmann.

Die unmittelbare Deichnähe und die Überflutungsgefahr im Oderbruch haben bei der Planung des Konzeptes, das ähnlich vielerorts im Oderbruch umgesetzt wird, eine untergeordnete Rolle gespielt, erklärte Guderian auf die Frage, warum die Station nicht auf eine Anhöhe, wie der nahen ehemaligen Mülldeponie Genschmars gesetzt wurde. Im Falle einer Überflutung müsse die Stromversorgung entsprechend dem Katastrophenschutzplan ohnehin eingestellt werden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG