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Begräbnisse
Anonyme Bestattungen in Altglobsow und Wolfsruh gewünscht

Geplant für Altglobsow: Eine Anlage für zwei mal 20 Grabstellen, im Mittelpunkt ein alter Grabstein.
Geplant für Altglobsow: Eine Anlage für zwei mal 20 Grabstellen, im Mittelpunkt ein alter Grabstein. © Foto: Repro GZ
Matthias Henke / 03.08.2018, 10:41 Uhr
Altglobsow (MOZ) Die Nachfrage nach anonymen beziehungsweise teilanonymen Urnenbestattungen wächst. Zuletzt war die auch Thema in den Ortsbeiräten von Wolfsruh und Zernikow. „Die Anfrage kam aus den Ortsbeiräten“, so Sebastian Honl, in der Amtsverwaltung für Grünflächen und Friedhöfe zuständig. In Großwoltersdorf gebe es eine derartige Anlage auf dem Friedhof bereits, jedoch nicht in den anderen Ortsteilen, obwohl die Friedhofssatzung eine solche vorsieht. Nachdem Vororttermine mit den Beteiligten stattfanden, wurden die Beiräte über Standort- und Gestaltungsvorschläge ausführlich informiert, sagte Honl.

Auf dem Altglobsower Friedhof ist die neue anonyme Urnenfläche von etwa neun Quadratmetern demnach rechter Hand der Trauerhalle in Abteilung drei vorgesehen. Dort existiert noch eine alte Grabstätte ohne Angaben, die seit mindestens 15 Jahren ohne Nutzung ist, da es keine Angehörigen mehr gibt. Das vorhandene Fundament und der Grabstein können für die Anlage genutzt und hergerichtet werden. Bepflanzung und Moos werden dazu entfernt und der Stein wird abgeschliffen und erhält die Aufschrift „Im stillen Gedenken“. Eine Einfriedung in Gestalt einer Buchsbaumhecke wird gepflanzt. Die Umsetzung des Vorhabens ist noch in diesem Jahr geplant. Zunächst ist die Fläche für 20 Stellen ausgelegt. Eine Erweiterung um 20 Stellen auf der gegenüberliegenden Seite des Gedenksteins sei jedoch möglich, so Honl weiter.

Ähnlich verhält es sich für den Friedhof des Großwoltersdorfer Ortsteils Wolfsruh. Dort gibt es links der Trauerhalle eine leere Fläche, die hergerichtet und eingefriedet werden müsste. Als Eingang zur Gemeinschaftsanlage kann die gepflasterte Fläche vor der Trauerhalle dienen. Eine alte Grabstätte sollte dort aber noch beräumt werden.

Da in Wolfsruh auch teilanonyme Bestattungen gewünscht sind, kann anstatt eines Findlings auch etwa eine Granitstele errichtet werden, auf welcher auf Wunsch die namentliche Nennung der Beigesetzten erfolgen kann. Während die vollanonyme Bestattung bereits Bestandteil der Friedhofsordnung ist, müsste die Satzung für teilanonyme Beisetzungen angepasst werden. Platz sein wird auf der etwa acht mal sechs Meter messenden Fläche für zunächst 40 Grabstellen. Auch sie ist als erweiterbar konzipiert.

Als Vergleichswert für die Kapazität wurde das benachbarte Großwoltersdorf herangezogen. Dort finden jährlich im Schnitt ein bis zwei anonyme Bestattungen statt.

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