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Drittes Feriencamp des Triathlonvereins Fürstenwalde / Gemeinschaftsgefühl statt Einzelkämpfermodus

Triathlon
Heimweh und Hitze getrotzt

Fünf in einem Boot: Maximilian Liedtke, Michel Liebscher, Betreuer Sebastian Nehr, Andy Chaar und Nikita Garin (von links) bei der Kanutour von Braunsdorf nach Hangelsberg
Fünf in einem Boot: Maximilian Liedtke, Michel Liebscher, Betreuer Sebastian Nehr, Andy Chaar und Nikita Garin (von links) bei der Kanutour von Braunsdorf nach Hangelsberg © Foto: Frank Rieger
Kai Beißer / 09.08.2018, 18:07 Uhr
Braunsdorf (MOZ) Zum dritten Mal hat der Triathlonverein Fürstenwalde ein Sommerferien-Trainings-Camp durchgeführt. Zwei Dutzend Kinder und Jugendliche kamen dabei nicht nur wegen der extremen äußeren Bedingungen ordentlich ins Schwitzen. Den Abschluss bildete ein Cross-Triathlon auf der Braunsdorfer Halbinsel, für Schüler, Jugend und Erwachsene zugleich als Vereins-meisterschaft ausgeschrieben.

Ausdauersportler sind von der Sache her Einzelkämpfer. Gemeinsame Trainingseinheiten lassen sich oft nur schwer organisieren. Nicht zuletzt fällt dadurch die Nachwuchsgewinnung nicht leicht. Um dieses Problem anzugehen, kam TVF-Chef Helke Wannewitz vor zwei Jahren auf die Idee mit dem Sommercamp. Nun also die dritte Auflage. Immerhin 24 Mädchen und vor allem Jungen von 9 bis 16 Jahren waren dabei, die meisten von ihnen „Wiederholungstäter“.

Die organisatorische und logistische Vorbereitung lag in den Händen des 70-jährigen Wannewitz, die wirtschaftliche Seite samt Versorgung in denen seiner Frau Gudrun. Um die sportlichen Belange sowie die Betreuung der Camp-Teilnehmer kümmerten sich indes – 24 Stunden am Tag – Henriette Kiesow, Enkelin von „TVF-Urgestein“ Lore Böhme aus Storkow, ihre Freundin Käthe Ostrowitzki und Sebastian Nehr, Trainer beim Fürstenwalder Schwimmverein, mit dem die Triathleten ohnehin gute Kontakte pflegen. Unterstützt wurde das Trio bei etlichen Einheiten von Frank Rieger und Thomas Brauner.

Für sechs Tage waren die Zelte auf dem Gelände der ehemaligen Jugendherberge in Braunsdorf das Domizil der Nachwuchssportler. Das Programm war soabwechslungsreich, wie es sichfür Ausdauer-Mehrkämpfer gehört, ging aber weit über Schwimmen, Radfahren und Laufen hinaus. Eine Kanutour über die Große Tränke bis nach Hangelsberg gehörte ebenso zu der spannenden Woche wie ein Abstecher in den Grünheider Kletterpark, und vor allem in den Abendstunden fanden sich immer wieder genug Leute für ein Basketballspielchen.

Die Hitze bremste den Eifer der Ferien-Camper nur unwesentlich, Lauf- und Radheiten wurden immer wieder für einen Sprung ins kühlende (Seen-)Nass unterbrochen. Beim SwimRun wurde die Lust auf diese neue Wettkampf-Form geweckt, das Schwimmtraining mit Ausdauer- und Technikschulung sehr individuell gestaltet. Einen ganz besonderen Abend gestaltete Thomas Schulz, der nicht nur Jäger ist und so alles nur Denkbare vom Wildschwein zum Grillen parat hatte, sondern vor allem ein Ironman. Der Bericht über seinen zehneinhalb Stunden währenden Wettkampf in Roth zog nicht nur die jungen Leute in den Bann.

Blieb zum Abschluss der Cross-Triathlon auf der Braunsdorfer Halbinsel. Die Jüngsten schwammen 100 Meter, absolvierten drei Kilometer mit dem Mountainbike und liefen abschließend 1500 Meter. Zu Beginn der Woche noch mit Heimweh, landete der elfjährige Matthes Kohlberg aus Alt Zeschdorf einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg. Bei den Schülern (200 m/5,5 und 3 km) gewann Johannes Rieger (12) aus Grünheide, der sich damit ebenso Vereinsmeister nennen darf wie Jörn Bartusch bei den Männern, der den Wettkampf III über die Distanzen400 m Schwimmen, 11 km MTB und 4,5 km Laufen vor Frank Rieger und Maximilian Liedtke gewann, der zugleich in der TVF-Jugendwertung triumphierte.

Fazit: Besser als mit einem solchen Sommer-Ferien-Trainings-Camp sowie einem internen Wettkampf, bei dem unter extremen Bedingungen alle ebenso viel Eifer wie Spaß an den Tag legen, lässt sich das Zusammengehörigkeitsgefühl von sportlichen Einzelkämpfern kaum demonstrieren.

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