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14. Traktoren- und Oldtimertreffen in Frauenhagen lockt viele Schaulustige an und wird zum Volksfest

Volksfest
Traktorentreffen in Frauenhagen

Eva-Martina Weyer / 20.08.2018, 06:15 Uhr - Aktualisiert 20.08.2018, 19:20
Frauenhagen (MOZ) Zum 14. Mal hat das ostuckermärkische Traktoren- und Oldtimertreffen stattgefunden. Mehr als 200 Aussteller von Landwirtschaftstechnik sowie alten Limousinen und Mopeds eroberten ein ganzes Dorf und die Herzen vieler Technikbegeisterter.

Die Organisatoren vom Frauenhagener Dorfverein hatten für das Riesenereignis alles bestens vorbereitet. Parkplätze und Ausstellungsfeld waren markiert, freundliche Einweiser standen bereit, Musik, Eis, Bratwurst und Festzelt waren bestellt. Den ganzen Sonnabend schauten und staunten Besucher und fachsimpelten Technikfans. Sie waren voll in ihrem Element und selbst erfahrene „Schrauber“ staunten, wie viele Leute man mit alter Technik begeistern kann.

Zum 14. Mal hat das ostuckermärkische Traktoren- und Oldtimertreffen stattgefunden. Mehr als 200 Aussteller von Landwirtschaftstechnik sowie alten Limousinen und Mopeds eroberten ein ganzes Dorf und die Herzen vieler Technikbegeisterter.
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Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Ostuckermark ein landwirtschaftlich geprägtes Gebiet ist. Viele Menschen haben ihr Berufsleben auf dem Traktor, dem Mähdrescher oder in der Schlosserwerkstatt verbracht. Zu ihnen gehört Siegfried Steinberg aus Tantow, der mit seiner Frau bei den Vorführungen des alten Lanz-Dreschkastens von 1935 zusah. Staub- und Stroh-partikel  flogen den Zuschauern um die Nase. Sie bekamen eine Ahnung von der schweren Arbeit anno dazumal.

„Ich habe einen Lanz-Stahl-Combinus gefahren“, erinnerte sich Siegfried Steinberg. „Da stand keiner mehr auf demDreschkasten.“ Der 82-Jährige ist auch Lkw und Bagger gefahren und interessiert sich immer noch für große Maschinen.

Tino Klaus aus Woltersdorf und Marko Petzel aus Gartz sind Brüder. „Wir sind jedes Jahr hier. Entweder in Frauenhagen oder in Schönermark“, versichern sie. „Wir schrauben selbst gern und haben in Gartz Trecker der Marke Eigenbau zu stehen.“ Darauf dreht Sohnemann Domenik Petzel (7) manche Runde über den väterlichen Hof. Domenik hat in Frauenhagen so manchen Sitz der ausgestellten Traktoren ausprobiert und sich von seinem Vater fotografieren lassen. Mit ihrem Traktor Marke Eigenbau sind Tino und Marko am 1. September auf der 775-Jahrfeier vonHohenreinkendorf dabei. „Wir haben den Rahmen selbst gebaut, der Motor stammt vom Trabant und die Achsen vom Multicar und Robur“, bringen sie ihren Mix auf den Punkt.

Klaus-Dieter Schmidt aus Groß Pinnow gehört zu den Treckerfreunden Kunow, die vor Kurzem ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert haben. Schmidt hat seinenZT 300, Baujahr 1978, als Schrott gekauft und neu aufgebaut. „Viel los war nicht mit ihm. Aber man schraubt ja gerne“, beschreibt er seine Arbeit in der Scheune. Die Krönung sind die Ausfahrten und Traktorentreffen. Seine Frau Inge kommt da gerne mit. Auch am Sonnabend in Frauenhagen war sie dabei. „Ich finde das gut und irgendein Hobby muss er ja haben“, sagte sie und zwinkerte ihrem Mann zu.

Als „fliegendes Dirndl“ düste Mareike Neubrandt auf ihrer Schwalbe über das Ausstellungsgelände. „Mein Onkel hat eine Schwalbe. Darauf habe ich fahren gelernt. Ich wollte immer eine eigene haben, weil die so einen Charme hat“, schwärmte die 20-Jährige. Mit ihrem Opa hat sie ihre Schwalbe restauriert.

Beinahe jeder Aussteller hat eine Geschichte zu erzählen. Außerdem gab es den Umzug der Fahrzeuge und ein Geschicklichkeitsfahren. Am Ende waren die Veranstalter erleichtert. Thomas Wulff vom Frauenhagener Dorfverein ist Chef des Vorbereitungsteams. Er sagte: „Mit den ersten Vorbereitungen haben wir im Oktober vorigen Jahres begonnen. Außerdem gibt es an die 40 Helfer aus dem Dorf, die dafür sorgen, dass alles klappt.“ Nächstes Jahr ist Schönermark mit dem Ausrichten des 15. Traktorentreffens an der Reihe.

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