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Kathrin Müller verspricht schon jetzt Tag der offenen Tür im Neubau für die Awo-Kita „Pusteblume“

Neuer Kita-Bau
Auch ein Apfelbäumchen wird umziehen

Anett Zimmermann / 29.08.2018, 12:30 Uhr
Lüdersdorf (MOZ) Der Baufortschritt am Kita-Neubau im Wriezener Ortsteil Lüdersdorf ist nicht zu übersehen. Und doch kann es dort vielen nicht schnell genug gehen. Der Fertigstellung des Hauses fiebern vor allem die kleinen und großen Nachbarn in der Awo-Kita „Pusteblume“ entgegen.

„Unsere Schulanfänger waren zuletzt ja ein bisschen traurig,“ erzählt Kathrin Müller, Leiterin der Awo-Kita „Pusteblume“ in Lüdersdorf. Die Kinder hatten nach dem Baustart im Dezember natürlich gehofft, den Umzug in den Neubau auf dem Grundstück nebenan noch vor ihrem Schulbeginn jetzt im Sommer miterleben zu können. Doch nach dem länger anhaltenden Frost war schon absehbar, dass daraus nichts werden wird.

„Es wird für sie und alle anderen Interessierten in jedem Fall einen Tag der offenen Tür geben“, verspricht Kathrin Müller auch mit Blick darauf, dass zahlreiche Neugierige immer wieder einen Weg in den Rohbau gefunden hatten, so lange die Fenster und Türen noch nicht eingebaut waren. Zurzeit wird außen unter anderem die Dämmung geklebt. Drinnen stehen Estricharbeiten an. Sobald diese beendet sind, will sich Kathrin Müller mit ihrem Team in den neuen Räumen umschauen. „Wir gehen davon aus, dass wir im Dezember umziehen“, sagt sie und verweist auf regelmäßige und konstruktive Gespräche mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung.

Uta Anklam will mit den Kindern ihrer Gruppe an diesem Tag Apfelmus machen. Auf dem Kita-Gelände stehen nämlich zwei Apfelbäume, von denen zumindest einer gut trägt. Da fällt bereits seit Wochen einiges an Fallobst an. „Das ist manchmal aber nicht mehr gut“, sagt eines der Mädchen und meint damit Maden, die in einigen der Äpfel Einzug gehalten haben, oder auch braune Druckstellen. Doch deshalb werden die Äpfel nicht gleich aussortiert. „Kleine Schäden schneiden wir einfach aus“, erklärt die Erzieherin.

Der vor zwei Jahren vom Landtagsabgeordneten Marco Büchel (Linke) gespendete Baum habe, so Kathrin Müller, bisher zweimal geblüht und soll dann auch auf dem neuen Außengelände einen Platz finden. In die Gestaltung will Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) auch die Kinder einbezogen wissen. Und so haben die älteren Mädchen und Jungen in Zweier-Gruppen ihre Ideen in Bildern festgehalten, berichtet die Kita-Leiterin. „Wir haben die Kinder zudem gebeten, ihre Gedanken vor den anderen zu erläutern und das Ganze notiert“, fügt sie hinzu und hat die Mappe bei der jüngsten Beratung im Rathaus übergeben.

Der alte Apfelbaum hat zurzeit Ruhepause. „Weil er so viele Früchte trägt“, weiß Deleh und klettert sonst wie andere Kinder gern darauf herum. Spätestens, wenn sie vier Jahre alt sind, hätten sie den Dreh raus, wie sie auf den Baum kommen, hat Kathrin Müller festgestellt und freut sich auf eine Anschaffung für den Neubau, der auch das gemeinsame Apfelmusmachen erleichtern wird: eine Kinderküche, besser gesagt kindgerechte Höhen in der künftigen Küche, wie Kämmerin Angelika Kerstenski später auf MOZ-Nachfrage gern bestätigt.

Uta Anklam lässt die Kinder an den Äpfeln riechen, bevor sie diese aufschneiden. Auch ein Apfellied wird angestimmt. Zwischendurch zählen die Mädchen und Jungen auf, was sie schon von zu Hause an Obst und Gemüse mitgebracht haben: Kirschen, Erdbeeren, Gurken, grünen und violetten Kohlrabi, auch einen Kürbis. Die Erzieherin erinnert an die Eierpflaumen von Anton. „Die waren noch recht grün, aber schön süß und saftig.“ Und schon geht es um Stein- und Kernobst oder wie man einen Apfel halbiert.

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